Wien. Mit einem torlosen Remis endete das 301. Wiener Derby zwischen der Wiener Austria und ihrem Erzrivalen Rapid. Ein Unentschieden, das beide Mannschaften nicht wirklich weiterbringt, sie aber, angesichts der Remis-Flut in der Liga, auch nicht zurückwirft.
Das 301. Wiener Derby knüpfte nahtlos an das 300. an - auch dieses hatte torlos geendet. In der Tabelle liegt Rapid mit weiterhin einem Zähler Rückstand auf Salzburg auf Platz zwei. Die Austria rangiert sechs Runden vor Saisonende weiter auf Position drei - vier Punkte hinter den Hütteldorfern.
Nicht nur die kühle Witterung, auch der Unterhaltungsfaktor erinnerte frappant an das langweilige Derby vor zwei Monaten. Zwar war bei beiden Teams mehr Leidenschaft und Wille zum Spiel nach vorne zu spüren, auf die Qualität der Partie hatte dies aber praktisch keinen Einfluss. Hüben wir drüben hagelte es Fehlpässe, die 12.919 Zuschauer bekamen bestenfalls in Ansätzen einen geordneten Spielaufbau zu sehen.
Logische Konsequenz des kreativen Offenbarungseids war die völlige Harmlosigkeit beider Teams vor dem gegnerischen Tor. Für einen Hauch von Gefahr sorgten lediglich ein Schuss von Kienast (22.) beziehungsweise ein Kopfball von Nuhiu (23.), die jeweils das Ziel verfehlten. In der 37. Minute schnappte Rapid-Goalie Königshofer dem heranbrausenden Leovac den Ball vom Fuß.
Leichte Vorteile für die Austria
Auch die zweite Hälfte brachte bei stärker werdendem Regen zunächst keine Besserung, erst nach rund einer Stunde schien sich die allgemeine Tristesse zu verflüchtigen: In der 59. Minute konnte Königshofer einen Weitschuss von Gorgon erst im Nachfassen parieren, eine Minute später wurde ein Jun-Schuss aus guter Position abgeblockt, in der 61. Minute rutschten Jun und Kienast an einem Querpass von Suttner vorbei, und praktisch im Gegenzug landete ein Schuss von Trimmel in den Armen von Austria-Goalie Lindner.
In der Folge erhöhte die Austria mit der Einwechslung von Linz in der 66. Minute das Risiko leicht, mehr als Halbchancen durch Mader (72./Königshofer auf dem Posten) und Klein (76./Schuss deutlich am langen Eck vorbei) schauten jedoch nicht heraus. Auf der Gegenseite verbaute sich Alar in der 89. Minute mit einer schlechten Ballannahme selbst eine gute Einschussmöglichkeit.
Ansonsten kamen die Rapidler kein einziges Mal vielversprechend vor das Tor der Gastgeber und verloren obendrein zwei Spieler wegen Verletzungen. Markus Katzer musste schon in der ersten Hälfte offensichtlich aufgrund von Muskelproblemen passen, nach dem Seitenwechsel wurde Prokopic mit einer Knieverletzung vom Platz getragen. Kapitän Steffen Hofmann stand nach seiner Muskelblessur erst gar nicht im Kader.
Der Fußball ist ungerecht. Ungerecht, weil Benfica als (zumindest über weite Phasen) spielstärkere Mannschaft das Finale der Europa League mit 1:2...
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