• vom 02.05.2012, 22:34 Uhr

Fußball

Update: 03.05.2012, 12:30 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Das Finale im österreichischen Fußball-Cup lautet Salzburg gegen Ried

Von Ried nach Europa



  • SV Ried bezwingt Austria im Halbfinale mit 2:0.

Ried. (art) Das Gesicht von Ivica Vastic wurde immer länger. Da hatte der 3:0-Sieg seiner Austria gegen Wacker Innsbruck am Wochenende die erhitzten Fan-Gemüter gerade erst ein bisschen abgekühlt, der Trainer von einem "Aufwärtstrend" gesprochen, auf dem man aufbauen wolle. Und dann verlor die Austria das Cup-Halbfinale in Ried verdient mit 0:2, und die mühsam aufgebaute positive Stimmung bei den Wienern war schon wieder dahin.

Doppeltorschütze Guillem jubelt über den Finaleinzug im österreichischen Cup.

Doppeltorschütze Guillem jubelt über den Finaleinzug im österreichischen Cup.© APA/ALOIS FURTNER Doppeltorschütze Guillem jubelt über den Finaleinzug im österreichischen Cup.© APA/ALOIS FURTNER

Denn es war nicht nur die Niederlage gegen den Titelverteidiger, den man auf dem Weg zum Cup-Titel 2006 und 2007 noch klar ausgeschaltet hatte, sondern auch die Art und Weise, wie diese zustandekam, die Vastic Sorgen bereitete. Die Austria startete verhalten in die Partie, Ried sorgte zwar auch nicht gerade für spielerische Höhepunkte, stand aber in der Defensive kompakt und machte den Wienern das Leben durch aggressives Auftreten und frühes Stören schwer, wo es diese nicht durch technische Fehler selbst schaffte.

Während die Austria-Spieler sich lange weitgehend darauf beschränkten, den Ball in den eigenen Reihen hin und her zu schieben, suchten die Rieder auch entschlossener den Weg nach vorne. In der 18. Minute war dann das Glück auf ihrer Seite, als ein von Manuel Ortlechner mit dem Kopf abgewehrter Ball an James Holland abprallte und direkt vor den Beinen von Ried-Stürmer Guillem landete, der zum 1:0 einschoss.

Die Verunsicherung auf Seiten der Wiener war nach diesem Treffer spürbar; die Fehler im Spielaufbau und der Defensive häuften sich, offensiv gab es kaum nennenswerte Szenen. Tomas Jun hatte nicht den besten Tag, Roman Kienast trat erst gar nicht in Erscheinung.

Auf der Gegenseite blieben die Rieder ihrem Konzept, die Räume eng zu machen und aus einer gesicherten Defensive heraus auf ihre Chancen zu warten, treu. Kurz vor der Pause hätten sie nach Möglichkeiten von Anel Hadzic und Robert Zulj schon höher führen können.

Das 2:0 fiel dann aber schließlich in einer Phase der zweiten Hälfte, in der die Austria auch durch die Einwechslung des 19-jährigen Kampfmannschaftsdebütanten Martin Harrer gerade anfing, mehr Druck zu erzeugen. Nach einem von der Latte abgeprallten Freistoß war wieder Guillem zur Stelle (73.), es war schon der fünfte Cup-Treffer des Spaniers in dieser Saison.

Seine Tore ebneten Ried nicht nur den Weg ins Finale, wo am 20. Mai im Wiener Happelstadion Red Bull Salzburg wartet, sondern möglicherweise auch nach Europa. Sollte Bundesliga-Tabellenführer Salzburg, der sich am Tag davor gegen Hartberg äußerst schwer tat, dank eines Treffers von Jakob Jantscher aber mit 1:0 gewann, den Meistertitel holen, ist Ried schon durch den Finaleinzug automatisch für den Europacup spielberechtigt.




Schlagwörter

Austria Wien, SV Ried, ÖFB-Cup

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-02 22:41:05
Letzte Änderung am 2012-05-03 12:30:40


Beliebte Inhalte



Jubel in Violett: Alexander Gorgon, Manuel Ortlechner und James Holland. - apa/Hochmuth
  • Stöger-Truppe blieb mit 4:0 auch im Saisonfinale ihren Qualitäten treu.
  • weiter

Austrias Meistermacher soll bei Werder Bremen Interesse ausgelöst haben, Peter Stöger dementiert. - APAweb/HERBERT NEUBAUER
  • Austrias Erfolgscoach dementiert, fühlt sich aber höchst geehrt.
  • weiter

Marcel Koller hält auch umstrittenen Spielern die Treue. - APAweb / Georg Hochmuth
  • Teamchef Koller verzichtet auf Überraschungen.
  • weiter

 In Wien sind am Dienstag die Pläne für das angekündigte neue Trainings- und Wettkampfzentrum für Leichtathleten präsentiert worden. Dieses wird in der Sportanlage Meiereistraße gegenüber dem Ernst-Happel-Stadion entstehen. - APAweb/Hochmuth
  • Die bestehende Anlage beim Happel-Stadion wird um 800.000 Euro saniert.
  • weiter

  • Fußball-Verbandschef Ahmed Eid sorgt mit einem Vorstoß für Diskussionen.
  • weiter

Baumgartners Sprung war hoch angesetzt, aber kein Sport - zumindest nicht im steuerrechtlichen Sinn. - APAweb /  EPA / Red Bull Stratos
  • Lopatka dementiert Eingriff in Felix Baumgartners Steuerverfahren.
  • weiter




Werbung



Abseits

Vielleicht naiv, aber auch konsequent

"Ich habe immer gesagt: ,Nimm mir alles, aber nicht den Ball‘", meinte Marko Arnautovic unlängst anlässlich seiner Suspendierung bei Werder... weiter



Werbung