• vom 06.05.2012, 18:49 Uhr

Fußball

Update: 07.05.2012, 11:45 Uhr
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1:0 gegen Rapid im Hanappi-Stadion

Red Bull Salzburg ist fast schon Meister



  • Goldtor durch Ex-Rapidler Maierhofer.
  • Sechs-Punkte-Führung drei Runden vor Schluss.

Wien. Viel fehlt nicht mehr, und Red Bull Salzburg ist Fußball-Meister. Die Mozartstädter gewannen am Sonntag den Schlager der 33. Bundesliga-Runde gegen Rapid im ausverkauften Hanappi-Stadion mit 1:0 (0:0) und liegen damit drei Runden vor Schluss sechs Punkte vor den Grün-Weißen. Den entscheidenden Treffer erzielte ausgerechnet Ex-Rapidler Maierhofer in der 49. Minute aus einem Kopfball.

Heimniederlagen im Hanappi-Stadion sind eher unangenehm: Rapid-Kapitän Steffen Hofmann hatte am Sonntag wenig Grund zur Freude.

Heimniederlagen im Hanappi-Stadion sind eher unangenehm: Rapid-Kapitän Steffen Hofmann hatte am Sonntag wenig Grund zur Freude.APAweb / Herbert Pfarrhofer Heimniederlagen im Hanappi-Stadion sind eher unangenehm: Rapid-Kapitän Steffen Hofmann hatte am Sonntag wenig Grund zur Freude.APAweb / Herbert Pfarrhofer

Vor allem in der Anfangsphase hatte die Partie das Prädikat Spitzenspiel verdient. Beide Teams suchten den schnellen Weg nach vorne, wobei die Salzburger die besseren Chancen vorfanden. In der 6. Minute scheiterte Jantscher mit einem Schuss aufs kurze Eck an Königshofer, sechs Minuten später traf Zarate nur das Außennetz, in der 24. Minute ging ein Aufsitzer von Sekagya über die Querlatte. Königshofer konnte in der 27. Minute einen Leonardo-Schuss nur mit Mühe bändigen.

Doch auch Rapid kam gefährlich vor das gegnerische Tor: Burgstaller prüfte in der 6. Minute erstmals Walke und hatte in der 26. Minute Pech, als sein Volley knapp am langen Eck vorbeizog. Unmittelbar davor hatten die Hütteldorfer vergeblich einen Elfmeter gefordert, als ein Kopfball von Katzer an der Hand von Sekagya landete.

Nach rund 30 Minuten wurde die Partie zerfahrener und hektischer. Maierhofer kam in der 31. Minute nach einem Rempler gegen Königshofer mit Gelb davon und hätte wenige Minuten später nach einem Ellbogencheck gegen Pichler Rot sehen müssen. Dafür musste der zuletzt überragende Spieler der Salzburger vorzeitig vom Platz - nach einem Foul von Kulovits fiel Jantscher in der 38. Minute unglücklich zu Boden und wurde mit Verdacht auf schwere Schulterverletzung vom Platz getragen.

Information

Bundesliga-Tabelle:
 1. Red Bull Salzburg 33 16 11  6 51:29  22 59
 2. Rapid Wien        33 13 14  6 47:30  17 53
 3. FC Admira         33 14  9 10 55:49   6 51
 4. Austria Wien      33 12 12  9 47:40   7 48
 5. SK Sturm Graz     33 11 14  8 43:36   7 47
 6. SV Ried           33 11 12 10 40:34   6 45
 7. Wacker Innsbruck  33 10 13 10 34:41  -7 43
 8. SV Mattersburg    33  8 11 14 39:41  -2 35
 9. SC Wr. Neustadt   33  6 14 13 22:41 -19 32
10. SV Kapfenberg     33  5  8 20 21:58 -37 23

Salzburger steckten Jantscher-Ausfall weg
Die Gäste zeigten sich vom Ausfall ihres Leistungsträgers aber keineswegs schockiert und erwischten einen optimalen Start in die zweite Hälfte. Leonardo schlug eine Maßflanke zur Mitte und Maierhofer war aus kurzer Distanz per Kopf zur Stelle (49.). In der 54. Minute köpfelte sich Maierhofer im eigenen Strafraum den Ball selbst an die Hand, diese Aktion wurde von Schiedsrichter Schörgenhofer aber ebenfalls nicht mit Strafstoß geahndet.

In der letzten halben Stunde zog sich Salzburg tief in die eigene Hälfte zurück, Rapid wusste mit der Feldüberlegenheit jedoch nicht wirklich etwas anzufangen. Gefährlich wurde es nur bei Distanzschüssen, so etwa in der 65. Minute, als Hofmann die Latte traf. Kurz darauf hatte Walke bei einem Aufsitzer von Burgstaller Probleme, in der 75. Minute knallte Alar aus guter Position deutlich daneben.

Die "Bullen" vergaben bei Fehlschüssen von Zarate (62.) und Leitgeb (78.) sowie hochkarätigen Konterchancen durch Cristiano und Leitgeb (jeweils 85.) die Möglichkeit auf die vorzeitige Entscheidung, hatten aber auch so wenig Mühe, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Damit könnte der siebente Meistertitel - der vierte in der Red-Bull-Ära - schon am Donnerstag fixiert werden.

So ließ sich auch der Ärger über den Ausschluss von Salzburgs Co-Trainer Niko Kovac leichter verkraften. Der kroatische Ex-Teamspieler lieferte sich in der Pause im Kabinengang einen Disput mit einem VIP-Gast, der ihn beschimpft hatte, und wurde deshalb von Schörhenhofer auf die Tribüne geschickt.




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Red Bull Salzburg

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-06 18:39:31
Letzte Änderung am 2012-05-07 11:45:48


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