Wien. Red Bull Salzburg steht unmittelbar vor dem Gewinn der Meisterschaft. Die Salzburger, die auch noch Chancen auf daserste Double der Vereinsgeschichte haben, gewannen am Sonntagabend das Spitzenspiel der 33. Bundesliga-Runde in Wien gegen Rapid mit 1:0 und führen damit drei Runden vor Schluss mit sechs Punkten Vorsprung auf Rapid, zwei Zähler dahinter liegt die Admira, die den unmittelbaren Konkurrenten Austria mit einem 3:2 überholte.

Vor allem in der ersten Hälfte hielt die Partie in Wien, was sich die Fans, die das Hanappi-Stadion beinahe zum Platzen brachten, von dem Spitzenspiel erhofft hatten. Beide Mannschaften suchten den schnellen Weg nach vorne, was fehlte, waren lediglich die Tore. Bis zur zweiten Hälfte, in der Ex-Rapidler Stefan Maierhofer nach einer Verletzung des in den jüngsten Spielen überragenden Jakob Jantscher zum Mann des Spiels avancierte - in positiver wie in negativer Hinsicht. In der 49. Minute war Maierhofer, der von den Fans an seiner alten Wirkungsstätte nicht gerade wohlwollend empfangen wurde, nach einer Leonardo-Flanke per Kopf zur Stelle, um den Siegtreffer zu erzielen. Andererseits hatte er auch ein Handspiel und einen Ellbogencheck begangen, die für Aufregung sorgten. "Es war eine sehr emotionaler Partie. Ich kann mich eben nicht in Luft auflösen", erklärte Maierhofer danach, während Rapid-Coach Peter Schöttel sich über den Schiedsrichter beschwerte.
Doch auch der Rapid-Coach kam nach dem Spiel, das nach der Führung der Salzburger etwas abflaute, weil die Grün-Weißen keinen Profit daraus schlagen konnten, dass Salzburg sich etwas zurückzog, nicht umhin, den Gegnern zum mehr oder weniger fixierten Meistertitel zu gratulieren. "Salzburg ist jetzt so gut wie durch, sie sind halt die beste Mannschaft in Österreich, wenn alle wollen", meinte Schöttel, "aber die Niederlage heute wäre nicht nötig gewesen. Jetzt schauen wir eben, dass wir den zweiten Platz halten und uns für die Europa League qualifizieren."
Sein Gegenüber Ricardo Moniz wollte dagegen vom Meistertitel noch nichts wissen, es sei wichtig, "dass wir mit beiden Füßen am Boden bleiben", erklärte der Salzburg-Trainer. Entscheidend für den Sieg sei gewesen, "dass wir mutig gespielt und uns nicht versteckt haben".
Ganz andere Probleme hat derzeit Ivica Vastic, dessen Talfahrt mit der Austria munter weiterging. Nach dem 2:3 bei der Admira ist auch der internationale Startplatz in Gefahr.
Schon während der Partie hatten die Fans ihrem Unmut mit "Vastic raus!"-Rufen und Transparenten freien Lauf gelassen, danach blockierten sie den Mannschaftsbus. Vastic, dessen Vertrag sich bei einem Europacup-Platz automatisch verlängert, denkt allerdings nicht ans Aufgeben. "Ich habe keine Angst um meinen Job. Die Vereinsführung steht zu mir", erklärte er.
Der Fußball ist ungerecht. Ungerecht, weil Benfica als (zumindest über weite Phasen) spielstärkere Mannschaft das Finale der Europa League mit 1:2...
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