• vom 23.05.2012, 17:23 Uhr

Fußball

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Liverpool hat eine schauderhafte Saison hinter sich, jetzt beginnen die Umbauten

Sommer der Baustellen



  • Liverpools Fußballklub fehlen ein Trainer, ein Sportchef und Stadionpläne.

Liverpool.

Klublegende Kenny Dalglish war trotz verheerender Bilanz der Liebling der Fans. Er hinterlässt viele Baustellen.

Klublegende Kenny Dalglish war trotz verheerender Bilanz der Liebling der Fans. Er hinterlässt viele Baustellen.© EPA Klublegende Kenny Dalglish war trotz verheerender Bilanz der Liebling der Fans. Er hinterlässt viele Baustellen.© EPA

(sir) Welchen Status Kenny Dalglish bei den Fans von Liverpool nach wie vor genießt, bewiesen die Reaktionen auf seine Demission als Trainer nach dem letzten Spieltag. Liverpool ist Achter geworden, hinter Lokalrivale Everton, und von den 19 Heimspielen haben die Reds nur sechs gewonnen. Eine derart schwache Heimbilanz wies der Klub zuletzt in den Vierzigern auf. Doch Dalglish ist eben eine Legende, er hat als Spieler 13 Titel mit Liverpool gewonnen, als Trainer zwischen 1985 und 1991 weitere fünf. Die Fans wollten ihn wieder, und sie bekamen ihn von den US-amerikanischen Eigentümern. Und die meisten hätten ihn auch gerne behalten - trotz der sagenhaft schlechten Saison.

Die emotionale Bindung zu Dalglish muss man wohl aus dem Blickwinkel sehen, dass sich der Verein seit dem Verkauf in den USA, zuerst an die Investoren George Gillett und Tom Hicks, vor zwei Jahren an den Großkonzern Fenway Sports Group, verändert hat. Dalglish war der Versuch der Eigentümer, den Fans ihre Vorbehalte zu nehmen, doch rein sportlich ging das nicht auf. Schon lange war der FC Liverpool nicht mehr so schlecht.

Nun wird sehr viel anders werden, davon kann man einmal ausgehen. Im April hatte schon einmal Sportdirektor Damien Comolli den Weisel bekommen, nach Saisonende musste auch Dalglish gehen. In offenbarer Verkennung der Realitäten hatte sich Liverpool, das kommendes Jahr nicht in der Champions League spielt, um Jürgen Klopp bemüht. Der sagte aber ebenso ab wie Frank de Boer, der mit Ajax Meister geworden ist.

Van Gaal ante portas
Doch Liverpool könnte dennoch niederländisch werden. Denn britische Zeitungen berichten übereinstimmend, dass die Fenway Group Louis van Gaal ein Angebot als Sportchef unterbreitet haben soll. Trainer soll aber ein anderer werden, zur Diskussion steht etwa der bei Chelsea gescheiterte André Villas-Boas. Wirklich kompatibel wirken die Philosophien der beiden aber auf den ersten Blick nicht.

Dass auch der Kader Umbauarbeiten bedarf, ist angesichts der Ergebnisse evident, doch leicht und billig wird das nicht. Denn in diesem Sommer läuft einzig der Vertrag von Fábio Aurélio aus, der ohnehin fast nie gespielt hat.

Und dann ist da noch diese ewige Geschichte um das Stadion. Vor zehn Jahren hatte der Klub Pläne publik gemacht, im benachbarten Stanley Park ein neues, größeres Stadion zu bauen. Seit damals haben sich die Pläne fast jährlich geändert, weitergegangen ist aber nichts. Nun soll aber bald eine Entscheidung fallen, sagt Klub-Manager Ian Ayre. Und zwar diesmal wirklich. Ein Neubau, der 350 Millionen Euro kosten würde, scheint nun vom Tisch, der Klub will lieber die Anfield Road ausbauen. Diese Pläne waren bisher an den Einsprüchen der Anrainer gescheitert. "Wir müssen sie eben überzeugen", sagt Ayre vor einem arbeitsreichen Sommer.




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Dokument erstellt am 2012-05-23 17:29:06


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