Salzburg. Das, was in Salzburg alle befürchtet hatten, ist eingetreten. Es wurde ein richtig spannender Fußballabend, ein Hin und Her mit zahlreichen Toren. Für den österreichischen Meister gab es neben unverhoffter Spannung eine veritable Blamage. Salzburg scheiterte trotz eines 4:3-Heimsieges über F91 Düdelingen in der zweiten Runde der Champions-League-Qualifikation am luxemburgischen Meister. Die nach der Verpflichtung von Sportdirektor Ralf Rangnick gestiegene Erwartungshaltung erhielt im ersten Heimspiel der Ära Rangnick einen argen Dämpfer. Das schlimmste für den österreichischen Meister war, dass das Ausscheiden nicht unverdient war.

Dabei startete Salzburg sehr engagiert, schon der erste halbwegs gelungene Gegenstoß Düdelingens nach acht Minuten verunsicherte die Salzburger aber spürbar. Der Elan der Salzburger war verflogen, den nächsten Torschuss durch Kapitän David Mendes – der Versuch ging weit über das Tor – gab es erst eine Viertelstunde später. Da hatte Düdelingen bereits zwei weitere Halbchancen vergeben. Die erste richtige Torgelegenheit ließen sich die Luxemburger aber nicht mehr entgehen. Nach einem zweifachen Fehlpass von Mendes im Spielaufbau traf Thierry Steinmetz zum 0:1 (26.).
Zunächst lief es für Salzburg fürs Erste aber wieder nach Plan, Jakob Jantscher traf in der 28. Minute zum Ausgleich. Neun Minuten später führte Salzburg im zweiten Spiel erstmals gegen den luxemburgischen Meister, Martin Hinteregger traf. Der Ball sprang ihm nach einer Ecke an den angelegten Arm, von dort aufs Knie und dann ins Tor. Viele Chancen hatten die Salzburger ansonsten aber nicht, mit den wenigen gingen sie verschwenderisch um. So haute Stefan Maierhofer kurz vor der Pause alleine vor dem Tor über den Ball – der Tormann Düdelingens war da bereits geschlagen.
Salzburg ist nicht Spanien
Der Stürmer, dem auch sonst nichts gelang, musste in der Pause in der Kabine bleiben, für ihn kam der offensive Mittelfeldspieler Cristiano aus Brasilien. Salzburgs neuer Trainer Roger Schmidt versuchte es in der zweiten Halbzeit also mit der spanischen Variante, ohne echten Mittelstürmer. Auch wenn die Ansprüche neuerdings wieder gestiegen sind, ist Salzburg noch nicht Spanien, das bewies der österreichische Meister schon in der 48. Minute. Wieder gab es in der Vorwärtsbewegung einen Ballverlust und wieder ging es bei Düdelingen schnell. Aurélien Joachim, der Torschütze aus dem Hinspiel, ließ drei Salzburger aussteigen und traf zum 2:2-Ausgleich. Anders als beim ersten Rückstand verfielen die Salzburger in Schockstarre und schauten den Luxemburgern beim Ballgeschiebe zu. In der 57. Minute ging Düdelingen durch Steinmetz sogar wieder in Führung.
Wer als Fußballtrainer Erfolg haben will, muss vor allem mit der Jugend können. Und das bedeutet vor allem, authentisch sein...
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