
Salzburg. Double-Gewinner Red Bull Salzburg hat seine weiße Weste in der Bundesliga verloren. Die Salzburger verloren das Schlagerspiel der 4. Runde im eigenen Stadion gegen Rekordmeister SK Rapid nicht unverdient mit 0:2 (0:1). Deni Alar (26.) sorgte vor 16.600 Zuschauern nach einem schweren Fehler von Salzburg-Goalie Alexander Walke für die Vorentscheidung, Lukas Grozurek (76.) machte den Sack zu. Die Wiener schlossen damit nach Punkten zu den "Bullen" auf, die zum ersten Mal Zähler liegen ließen.
Für die in sieben Liga-Auswärtsspielen ungeschlagenen Rapidler war es der erste Sieg in Salzburg seit dem 7:0 am 23. März 2008. Die Salzburger, bei denen Jonathan Soriano einen Elfmeter vergab (81.), kassierten demgegenüber die erste Meisterschaftsniederlage nach 17 Spielen, darunter zuletzt neun Siegen in Folge.
Wiener Neustadt verliert auch gegen Ried
Wiener Neustadt muss indes weiterhin auf den ersten Punkt in der neuen Saison warten. Die Niederösterreicher verloren am Sonntag das Heimspiel der 4. Runde gegen SV Ried 2:3 (1:1) und zieren nach wie vor das Tabellenende. Gleich vier der fünf Tore wurden vor nur 1.400 Zuschauern per Kopf erzielt.
Mit dem ersten Torerfolg der laufenden Meisterschaft ging Wiener Neustadt zwar durch Dario Tadic in Führung (14.). Die Rieder bewiesen aber drei Tage nach ihrem Ausscheiden im Europacup einen langen Atem und drehten die Partie durch Treffer von Robert Zulj (17.), Rene Gartler (66.) und Mario Reiter (73.) noch verdient um. Das 2:3 durch Günter Friesenbichler kam zu spät (94.).
Erfolgserlebnisse für Sturm und Innsbruck
Erfolgserlebnisse konnten Sturm Graz und Wacker Innsbruck verbuchen. Der 4:1-Erfolg über den WAC hat vielen Fans von Sturm Graz Appetit auf mehr gemacht. Am Samstag lösten die Steirer genau jene Versprechen ein, die Neo-Coach Peter Hyballa zu Saisonbeginn abgegeben hatte: Mut und Lust zur Offensive, die im höchsten Sieg seit 10. Dezember 2011 (5:1 gegen Austria) gipfelten. "Dieser Sieg war sehr wichtig für uns", sagte Hyballa, dem das Erfolgserlebnis besonders gelegen kam. In Innsbruck freut man sich indes über den ersten Sieg: Gegen den SV Mattersburg gelang ein 2:1-Heimtriumph.
WAC-Coach Nenad Bjelica, der mit seiner Truppe weiter bei drei Punkten hält, ärgerte sich vor allem über die defensiven Schnitzer. "Ohne die individuellen Fehler wäre das Spiel vielleicht anders verlaufen", erklärte der Kroate. Mittelfeldmann Michael Liendl versuchte, seine Kameraden aufzurütteln: "Wir haben uns angestellt wie kleine Kinder, wenn wir so weiterspielen, wird es schwer."

Indes war in Innsbruck das Aufatmen über die ersten Punkte für Wacker nach dem im Finish erkämpften 2:1 über den SV Mattersburg und drei Auftaktniederlagen unüberhörbar. Trainer Walter Kogler, dessen Position bei einer weiteren Niederlage wohl zur Diskussion gestanden wäre, bewies mit seinen Einwechslungen ein Goldhändchen. Neuzugang Marcelo Fernandes (83.) und Christopher Wernitznig (91.) sorgten für die ersten Punkte in dieser Saison.
"Um meine Person geht es nicht, wichtig sind die drei Punkte", sagte Kogler nach der Partie. Und bekannte dabei, dass für einige seiner Spieler der "Rucksack sehr schwer" gewesen sei. "Besonders nach dem frühen Gegentor hat man die Verunsicherung der Mannschaft gemerkt", analsysierte Kogler. "Da war nichts mehr von Kombinationen zu sehen, oder vom Drang nach vorne. Aber die Mannschaft hat immer gekämpft und wurde schließlich dafür auch belohnt."
Selbstkritik gab es jedoch bei den unterlegenen Burgenländern, die hofften, sich mit einem weiteren vollen Erfolg nach zwei Siegen in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen. "Ich habe mich wohl in einigen Spielern getäuscht", sagte Mattersburg-Trainer Franz Lederer. Und Ilco Naumoski kritisierte, dass man mit Kontern zu leichtfertig umgegangen sein. Der größte Pechvogel war aber Nedejko Malic
"Ich habe immer gesagt: ,Nimm mir alles, aber nicht den Ball‘", meinte Marko Arnautovic unlängst anlässlich seiner Suspendierung bei Werder...
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