• vom 07.09.2012, 22:07 Uhr

Fußball

Update: 10.09.2012, 13:10 Uhr
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Fußball: Teamspieler György Garics warnt vor dem Deutschland-Spiel vor überzogenen Reaktionen

Gut spielen und hoffen



  • "Müssen mit Schweden und Irland um zweiten Platz spielen."

Wien. Für die Fans ist es das Spiel der Spiele und seit Tagen, wenn nicht Wochen, Gesprächsthema Nummer eins, für Teamspieler György Garics gar nicht einmal das wichtigste. Freilich fiebert auch der Italien-Legionär dem WM-Qualifikations-Match gegen Deutschland am Dienstag (20.30 Uhr) im restlos ausverkauften Wiener Happel-Stadion entgegen, doch mit der in der Öffentlichkeit gestiegenen Erwartungshaltung hat er noch so seine Mühe. Die wirklich wegweisenden Partien kommen erst danach, sagt Garics. "Die Deutschen sind sicher über uns zu stellen und der klare Favorit auf Platz eins in der Gruppe. Wir müssen mit Schweden und Irland um den zweiten Platz kämpfen."

György Garics hält einen Sieg gegen Deutschland für möglich.

György Garics hält einen Sieg gegen Deutschland für möglich.© APA/ROBERT JAEGER György Garics hält einen Sieg gegen Deutschland für möglich.© APA/ROBERT JAEGER

Grundsätzlich hält er aber auch einen Sieg gegen Deutschland für möglich, "aber dafür müssen wir unseren besten Tag erwischen und hoffen, dass die Deutschen nicht ihren besten erwischen", sagt er. Und selbst für den Fall einer Sensation warnt er schon vorab vor überzogenen Reaktionen und erinnert in diesem Zusammenhang an den WM-Qualifikations-Auftakt vor vier Jahren. Damals wurde zunächst Frankreich 3:1 geschlagen, ehe es vier Tage später in Litauen ein 0:2 setzte. "Es bringt nichts, wenn wir gegen Deutschland gewinnen und dann im Oktober gegen Kasachstan nicht."

Die Chance auf eine WM-Teilnahme hält er daher unabhängig vom Auftakt für intakt. "Wir haben gute Chancen, weil wir in der Mannschaft viel Qualität haben. Und in den letzten Länderspielen haben wir immer einen kleinen Schritt nach vorne gemacht. Jetzt müssen wir schauen, dass wir ein gewisses Level erreichen, das wir immer abrufen können", sagt der 28-Jährige. Die offensichtliche Steigerung ist laut Garics eng mit dem Amtsantritt von Teamchef Marcel Koller verbunden. "Natürlich ist es auffällig, dass wir einige Schritte nach vorne gemacht haben, das hat sicher mit dem Trainer zu tun. Er versucht, uns eine Linie zu geben, und das funktioniert gut, wie man zuletzt gegen die Türkei gesehen hat."

Auch innerhalb des gesamten ÖFB ortete Garics einen Wandel zum Besseren. "Vielleicht hat man beim ÖFB begriffen, dass man mit dieser Mannschaft viel erreichen kann", meint der 27fache Teamspieler.

In der Nationalmannschaft ist Garics als Rechtsverteidiger gesetzt, bei seinem Klub Bologna, wo er in einem 3-4-1-2-System rechts im Mittelfeld spielt ("Diese Position ist intensiver"), saß er zuletzt nur auf der Ersatzbank. Große Sorgen wegen möglicherweise mangelnder Spielpraxis macht sich der gebürtige Ungar deshalb aber nicht. "Ich hätte im Sommer wechseln können, doch Trainer und Sportdirektor haben gesagt, ich soll bleiben, sie setzen auf mich. Wir haben eben einen großen Kader, da kann es schon einmal passieren, dass man nicht von Anfang an spielt." Und eine starke Leistung gegen Deutschland, womöglich gekrönt mit einem Sieg, wäre durchaus als Empfehlung auch für den Klub geeignet.




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Dokument erstellt am 2012-09-07 22:14:05
Letzte Änderung am 2012-09-10 13:10:03


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