Graz. Es ist noch nicht lange her, ein paar Monate, da war bei Sturm Graz, dem Ex-Meister, auf einmal alles neu. Eine neue Struktur mit zwei Geschäftsführern, ein neuer Trainer, ein neuer Präsident. Von Paul Gludovatz, dem einen Geschäftsführer, hat sich der Klub recht bald getrennt, nun verlässt auch der zweite, bisher für wirtschaftliche Agenden zuständige Geschäftsführer, Christopher Houben, den Verein. Er scheidet mit 15. November aus dem Klub aus und will sich gänzlich aus dem Fußballgeschäft zurückziehen.

Nun wird bei Sturm wieder alles neu, nur Präsident Christian Jauk und Trainer Peter Hyballa bleiben im Amt. Vorerst. Denn gerade was den sportlichen Bereich betrifft haben sich die Grazer für eine sehr ungewöhnliche Bestellung entschieden. Für die Agenden, die Gludovatz hätte übernehmen sollen, wird nun der Deutsch-Türke Ayhan Tumani zuständig sein, der bisher Co-Trainer war und es auch bleibt. Somit ist Tumani Hyballa gleichzeitig unterstellt und vorgesetzt, und er könnte, im Fall der Fälle, den Cheftrainer beurlauben. Das ist wohl eine weltweit einzigartige Konstellation.
Zwei neue Geschäftsführer
"Ich habe bisher bei jeder Trainerstation bereits mehr Posten als nur den Co-Trainer übernommen", sagt Tumani, der unter anderem mit Christoph Daum bei Fenerbahce Istanbul zusammengearbeitet hat. Es werde alles wie bisher ablaufen, erklärt Tumani: "Ich habe schon zuvor in anderen Bereichen mitgeholfen." Für Sturm-Präsident Jauk hat diese Situation auch nichts Besonderes: "Eine Art Co-Trainer gab es für uns bisher nicht und wird es auch weiterhin nicht geben."
Tumanis Pendant im wirtschaftlichen Bereich wird nach dem Rückzug von Houben die Betriebswirtin Daniela Tscherk, die bisher für Sponsoring und VIP-Ticketing zuständig war. Den beiden Geschäftsführern übergeordnet wird künftig ein Generalmanager sein. Für diese neu geschaffene Position hat Sturm den ehemaligen Spieler Gerhard Goldbrich gewonnen, der von der Holding Graz ins Management des Klubs wechselt. Offizieller Arbeitsbeginn für Goldbrich wird der 1. Dezember sein.
Nach seiner recht kurzen aktiven Karriere bei Sturm hatte sich Goldbrich zuerst als Sportjournalist betätigt, ehe er unternehmerisch tätig wurde. Er leitete etwa die Ivicia Vastic GmbH, die Sportmanagementfirma des Ex-Teamspielers. Seit einigen Jahren arbeitete Goldbrich im Marketing- und Vertrieb der Holding Graz. "Der SK Sturm hat mir die Tür zu meiner Karriere geöffnet", sagt der neue Generalmanager.
Wer als Fußballtrainer Erfolg haben will, muss vor allem mit der Jugend können. Und das bedeutet vor allem, authentisch sein...
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