• vom 23.09.2012, 11:05 Uhr

Fußball

Update: 24.09.2012, 13:34 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (5)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Verdienter 1:0-Erfolg in Wien

Die Bullen entzauberten die Austria



  • Austria-Trainer Peter Stöger bleibt gelassen.

Die Austria wankte und fiel. Red Bull Salzburg gewann den Schlager der 9. Runde in Wien. - APAweb / APA, Herbert Pfarrhofer

Die Austria wankte und fiel. Red Bull Salzburg gewann den Schlager der 9. Runde in Wien. APAweb / APA, Herbert Pfarrhofer

Wien. Red Bull Salzburg hat sich in der Fußball-Bundesliga nicht abschütteln lassen. Nach dem spät sichergestellten, aber verdienten 1:0-Sieg am Samstagabend in Wien gegen die Austria ist der Titelverteidiger wieder auf Tuchfühlung zur Spitze. Tabellenführer und "Viertel-Meister" Austria hat hingegen mit der ersten Niederlage seit 28. Juli die Riesenchance vergeben, die "Bullen" ordentlich abzuhängen.

Information

9. Runde:
Admira - SV Mattersburg 5:1 (3:1)
Wr. Neustadt - Sturm Graz 1:1 (0:0)
Austria Wien - Red Bull Salzburg 0:1 (0:0)
Wacker Innsbruck - WAC 0:1 (0:1)
SV Ried - Rapid Wien 0:2 (0:1)

Der drohende Neun-Punkte-Rückstand hat die Salzburger keinesfalls gehemmt, er machte ihnen Beine. Trainer Roger Schmidt war mit der Darbietung von "Salzburg neu" (acht neue Spieler seit der Düdelingen-Blamage) dementsprechend zufrieden. "So wollen wir Fußball spielen: dominant auftreten, permanent nach vorne spielen, intensiv und lauffreudig sein. Diesen Weg wollen wir jetzt langfristig mit Erfolgserlebnissen pflastern. Wir haben aber auch noch viel Steigerungspotenzial", sagte der Deutsche.

Entscheidung knapp vor Schluss

Die im Vergleich zur abwartenden Austria deutlicheren Salzburger Offensivbemühungen wurden erst im Finish belohnt. Der neu verpflichtete, in Schweden geborene 19-jährige Norweger Valon Berisha sorgte in der 87. Minute nach schwachem Abschlag von Austria-Goalie Heinz Lindner für die Entscheidung. Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Salzburger war aber ein anderer Neuer: Kevin Kampl.

Der 21-jährige Slowene zeigte auch in seinem zweiten Spiel für Salzburg, dass er eine der bestimmenden Persönlichkeiten der Liga werden könnte. "Mit diesem Sieg ist uns ein großer Stein vom Herzen gefallen. Wir wollten unbedingt gewinnen, jetzt können wir befreiter spielen. Dieses Erfolgserlebnis wird uns Rückenwind für die nächsten Wochen geben", meinte der leichtfüßige, fast immer Richtung gegnerisches Tor orientierte Kampl.

Stöger bleibt gelassen

Auch Austria-Trainer Peter Stöger sah natürlich die Klasse Kampls. "Aber man hat in Salzburg schon viele Spieler mit hervorragenden Ansätzen gesehen. Qualität ist, wenn er das über einen längeren Zeitraum zeigt", erklärte Stöger. Schmidt pflichtete Stöger bei, war sich aber sicher: "Ich bin überzeugt, dass Kampl diese Konstanz zeigen wird. Dieser Junge hat Herz."

Herz zeigte auch die Austria, nach sechs Siegen in Folge war das aber gegen die Salzburger zu wenig. "Natürlich hätten wir gerne das Unentschieden drüber gebracht. Aber ich bin nicht unzufrieden, wir haben alles aus uns herausgeholt und hatten auch unsere Chancen", meinte Stöger, der Gelassenheit demonstrierte: "Bei einem Sieg wären wir nicht Meister gewesen und jetzt sind wir auch nicht aus dem Europacup-Rennen. Geärgert hat sich Stöger aber über die Art und Weise, wie das Gegentor entstand: "Wir haben uns das Tor selbst gemacht. Das war ein Fehler zu viel für ein Spitzenspiel."

Stöger ist aber überzeugt, dass der Rückschlag keinen Einbruch auslösen wird. "Wir sind gut aufgestellt und gut unterwegs. Aber wir wissen, dass wir uns aufgrund der Ausgeglichenheit in der Liga jeden Sieg hart erarbeiten müssen."




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-23 11:06:36
Letzte Änderung am 2012-09-24 13:34:41


Beliebte Inhalte



Geschafft: Goldtor-Schütze Arjen Robben triumphiert. - APAweb / EPA / Andy Rain
  • Robben-Tor in der vorletzten Minute entschied hochklassiges Finale.
  • weiter

Dortmunds Robert Lewandowski und Bayerns Dante rittern in Wembley um den Ball. - APAweb / AP / Alastair Grant
  • Bayern gegen Dortmund, live aus dem Twitter-Stadion.
  • weiter

David Alaba nimmt sich den Ball zur Brust. - APAweb / Reuters / Stefan Wermuth London. David Alaba darf sich ab sofort Champions-League-Sieger nennen. Er spielte von Anfang an im Team des FC Bayern München...weiter

Alaba im Glück. - apa/Jäger
  • David Alaba zieht als erster Österreicher der Geschichte ins Finale der Besten ein.
  • weiter

Austria Wien kann in der CL-Qualifikation den Meister-Weg beschreiten und hat daher auf dem Papier leichtere Gegner, weil nur Meister mittlerer und kleinerer Ligen mögliche Konkurrenten sind. - APAweb/Pfarrhofer
  • Austria auf leichterem Meister-Weg, auf Salzburg warten große Kaliber.
  • weiter

Baumgartners Sprung war hoch angesetzt, aber kein Sport - zumindest nicht im steuerrechtlichen Sinn. - APAweb /  EPA / Red Bull Stratos
  • Lopatka dementiert Eingriff in Felix Baumgartners Steuerverfahren.
  • weiter

Geschafft: Goldtor-Schütze Arjen Robben triumphiert. - APAweb / EPA / Andy Rain
  • Robben-Tor in der vorletzten Minute entschied hochklassiges Finale.
  • weiter

Austrias Meistermacher soll bei Werder Bremen Interesse ausgelöst haben, Peter Stöger dementiert. - APAweb/HERBERT NEUBAUER
  • Austrias Erfolgscoach dementiert, fühlt sich aber höchst geehrt.
  • weiter

Austria Wien kann in der CL-Qualifikation den Meister-Weg beschreiten und hat daher auf dem Papier leichtere Gegner, weil nur Meister mittlerer und kleinerer Ligen mögliche Konkurrenten sind. - APAweb/Pfarrhofer
  • Austria auf leichterem Meister-Weg, auf Salzburg warten große Kaliber.
  • weiter

Dortmunds Robert Lewandowski und Bayerns Dante rittern in Wembley um den Ball. - APAweb / AP / Alastair Grant
  • Bayern gegen Dortmund, live aus dem Twitter-Stadion.
  • weiter




Werbung



Abseits

Unösterreichisch zum Erfolg

Man muss kein Austria-Fan sein, um die Austria 2012/13 (zumindest ein bisschen) zu bewundern. Sie hat sich endgültig von der Post-Stronach-Ära... weiter



Werbung