• vom 23.09.2012, 19:13 Uhr

Fußball

Update: 24.09.2012, 13:53 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (3)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Ried ist nicht Trondheim

Rapid pirscht sich heran



  • Bundesliga: Hütteldorfer nach 2:0-Erfolg in Ried nur mehr zwei Zähler hinter Tabellenführer Austria.

Ried-Tormann Thomas Gebauer muss sich geschlagen geben. Rapid gewinnt in Ried 2:0. - APAweb / APA, Alois Furtner

Ried-Tormann Thomas Gebauer muss sich geschlagen geben. Rapid gewinnt in Ried 2:0. APAweb / APA, Alois Furtner

Ried. Rapid hat sich am Sonntag im Rennen um die Fußball-Meisterschaft zurückgemeldet. Drei Tage nach der unglücklichen 1:2-Europa-League-Heimniederlage gegen Rosenborg Trondheim betrieben die Hütteldorfer in der neunten Runde der Bundesliga mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg bei Ried erfolgreiche Frustbewältigung und rückten damit bis auf zwei Punkte an Tabellenführer Austria auf Rang zwei heran. Ried, das mit der Chancenauswertung haderte, rutschte erstmals in dieser Saison auf Platz acht ab.

Information

9. Runde:
Admira - SV Mattersburg 5:1 (3:1)
Wr. Neustadt - Sturm Graz 1:1 (0:0)
Austria Wien - Red Bull Salzburg 0:1 (0:0)
Wacker Innsbruck - WAC 0:1 (0:1)
SV Ried - Rapid Wien 0:2 (0:1)

Die Tore für die Hütteldorfer in einer flotten Partie erzielten Burgstaller (31.) und Trimmel (84.) jeweils nach Vorlage von Hofmann. Für beide war es der zweite Saisontreffer. Trist bleibt indes die Heimbilanz der Oberösterreicher. In fünf Saisonheimspielen gab es in der einst als Festung bekannten Keine-Sorgen-Arena vier Niederlagen und nur einen Sieg, bei allen vier verlorenen Partien blieben die Innviertler zudem ohne Treffer.

Schöttel stellte um

Während bei Ried im Vergleich zum 1:1 in Salzburg lediglich Walch für Nacho kam, hatte Rapid-Coach Peter Schöttel sein Team an zahlreichen Positionen umgestellt. In der Innenverteidigung ersetzte Pichler den zuletzt fehlerhaften Gerson, Schrammel kam auf der linken Abwehrseite für Katzer. Der wechselte nach rechts und bildete dort ein "Duo" mit Trimmel, der wiederum nach vor rückte. Im defensiven Mittelfeld agierten Prager und Kulovits, Alar löste als Solospitze Boyd ab.

Von Verunsicherung war bei Rapid wenig zu bemerken. Die Wiener, die nach 30 Sekunden in Person von Hofmann gefährlich im Strafraum auftauchten, verzeichneten im mit 6.100 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Rieder Stadion etwas mehr Ballbesitz und gingen nach gut einer halben Stunde auch in Führung: Nach einem Freistoß flankte Hofmann von rechts in die Mitte, wo der heranspringende Burgstaller aus wenigen Metern zum 1:0 einköpfelte (31.).

Rapid effizienter

Rapid war in einer ausgeglichenen Partie aber nicht zuletzt die effizientere Mannschaft, hatte Ried doch mehr gefährlichere Situationen zu verzeichnen. Kurz nach Anpfiff vergab Hadzic aus Kurzdistanz (2.), wenig später brachte Walch ebenfalls aus wenigen Metern den Ball nicht im Kasten von Königshofer unter (9.). Auch Gartler (20.), Schicker (30.) und Walch (39.) gaben Torschüsse ab - ließen dabei aber Konzentration oder Präzision vermissen.

Das Tempo und die Chancendichte blieben auch nach dem Seitenwechsel hoch. Mehrmals mussten Gebauer und Königshofer eingreifen, die größten Möglichkeiten ließen neuerlich die Hausherren ungenützt. Gartler scheiterte erst aus rund acht Metern (56.), wenig später vergab er nach einem Freistoß völlig allein vor dem Tor (63.).

In der 76. Minute forderte Burgstaller nach einer Attacke Reiters erfolglos Elfmeter, sah dafür aber nach einem durchaus rotwürdigen Einsteigen wenig später Gelb. In der Schlussphase stemmte sich Ried mit viel Einsatz gegen die fünfte Saisonniederlage - trotz mehrerer Möglichkeiten blieb das Tor aber nur ein Wunschtraum.

In der 84. Minute dann das endgültige K.o. der Rieder: Nach einem Freistoß und dem folgenden Stanglpass von Hofmann präsentierte sich die Defensive unsortiert, Trimmel konnte völlig unbedrängt zum 2:0 einschießen.



Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-23 19:16:26
Letzte Änderung am 2012-09-24 13:53:26


Beliebte Inhalte



Jubel in Violett: Alexander Gorgon, Manuel Ortlechner und James Holland. - apa/Hochmuth
  • Stöger-Truppe blieb mit 4:0 auch im Saisonfinale ihren Qualitäten treu.
  • weiter

Austrias Meistermacher soll bei Werder Bremen Interesse ausgelöst haben, Peter Stöger dementiert. - APAweb/HERBERT NEUBAUER
  • Austrias Erfolgscoach dementiert, fühlt sich aber höchst geehrt.
  • weiter

Marcel Koller hält auch umstrittenen Spielern die Treue. - APAweb / Georg Hochmuth
  • Teamchef Koller verzichtet auf Überraschungen.
  • weiter

 In Wien sind am Dienstag die Pläne für das angekündigte neue Trainings- und Wettkampfzentrum für Leichtathleten präsentiert worden. Dieses wird in der Sportanlage Meiereistraße gegenüber dem Ernst-Happel-Stadion entstehen. - APAweb/Hochmuth
  • Die bestehende Anlage beim Happel-Stadion wird um 800.000 Euro saniert.
  • weiter

  • Fußball-Verbandschef Ahmed Eid sorgt mit einem Vorstoß für Diskussionen.
  • weiter

Baumgartners Sprung war hoch angesetzt, aber kein Sport - zumindest nicht im steuerrechtlichen Sinn. - APAweb /  EPA / Red Bull Stratos
  • Lopatka dementiert Eingriff in Felix Baumgartners Steuerverfahren.
  • weiter




Werbung



Abseits

Vielleicht naiv, aber auch konsequent

"Ich habe immer gesagt: ,Nimm mir alles, aber nicht den Ball‘", meinte Marko Arnautovic unlängst anlässlich seiner Suspendierung bei Werder... weiter



Werbung