• vom 03.05.2016, 17:13 Uhr

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  • Ronaldo-Rückkehr lässt Real vor dem Champions-League-Halbfinale gegen Manchester City hoffen.



Madrid. Am Dienstagnachmittag sprach Real-Madrid-Trainer Zinédine Zidane jene Worte aus, auf die die Fans gewartet hatten: "Cristiano geht es gut, er ist wieder bei 100 Prozent." Das Aufatmen war weithin zu hören, schließlich ruhen die Hoffnungen der Madrilenen vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Manchester City vor allem auf der Rückkehr des portugiesischen Superstars, der die Schützenliste im aktuellen Bewerb mit 16 Treffern anführt.

Der 31-Jährige hatte das torlose Remis im Hinspiel in England wegen muskulärer Probleme noch von der Tribüne aus beobachtet, nun scheint er bereit für das Comeback zu sein. Und er will mehr als nur dabei sein, vielmehr strebt Ronaldo seinen dritten Triumph in der Königsklasse nach 2008 und 2014 an. "Es geht hier um einen ganz speziellen Wettbewerb, den Real Madrid liebt. Ich kann mich glücklich schätzen, diesen Pokal zweimal in meiner Karriere gewonnen zu haben - auch wenn ich natürlich weitere Titel folgen lassen möchte, am besten gleich in diesem Jahr", sagte der Superstar in einem Interview auf der Uefa-Website. Ronaldo führt mit 93 Toren die ewige Torschützenliste der Champions League an, heuer fehlt ihm nur noch ein Tor auf seinen Saisonrekord von 2014. "Es ist ein Privileg, der beste Torschütze dieses Wettbewerbs zu sein", betonte der Superstar, der es laut eigenen Worten "genießt", die Fans mit seinen Toren zu unterhalten. Zuletzt traf er im Champions-League-Heimspiel gegen Wolfsburg gleich dreimal. Dank dieses 3:0-Erfolgs machte Real die 0:2-Auswärtsniederlage mehr als wett und stieg ins Semifinale auf.


Schon zu Beginn seiner Karriere am Anfang des Jahrtausends wusste Ronaldo um seine Qualitäten. "Seit ich meinen Durchbruch bei Sporting Lissabon hatte, habe ich immer gespürt, dass ich ein besonderer Spieler bin", erklärte der Mann aus Funchal. "Ich zweifle nicht, dass ich in die Fußballgeschichte eingehe. Ob die Leute mich mögen oder nicht - die Zahlen sprechen für sich. Ich habe überhaupt keinen Zweifel, dass ich schon Teil der Fußballgeschichte bin."

Seine Ausnahmestellung will Ronaldo auch im Heimspiel gegen City untermauern, wobei der 47-fache Saisontorschütze (davon 31 in der Liga) diesmal ohne seinen angeschlagenen Lieblings-Sturmpartner Karim Benzema auskommen muss. Der Franzose, der zuletzt ebenfalls wegen Oberschenkelproblemen pausierte, absolvierte zuletzt abseits der Mannschaft ein individuelles Trainingsprogramm und wird laut Zidane nicht am Halbfinal-Rückspiel im Estadio Santiago Bernabéu mitwirken können. "Er hat noch immer ein Problem, deshalb wollen wir nichts riskieren", sagte der Coach.

Während der zehnfache Rekordgewinner Real im 27. Halbfinale des wichtigsten Europacup-Bewerbs sein bereits 14. Endspiel anpeilt, wäre das Finale am 28. Mai in Mailand für Manchester City eine Premiere. Trainer Manuel Pellegrini ließ deshalb am Sonntag bei der 2:4-Auswärtsniederlage gegen Southampton nur seine B-Elf auflaufen, um die Stammspieler für das "wichtige Match am Mittwoch" in Madrid zu schonen.

Wiedersehen mit dem Ex
"Wir wollen früh attackieren und ein Tor erzielen. Wir wissen, dass wir gute Chancen auf den Final-Einzug haben, wenn uns ein Auswärtstor gelingt", sagte Pellegrini, der Real in der Saison 2009/10 betreut hatte. Der Aufstieg wäre für den 62-jährigen Chilenen, der sein Engagement in Madrid in einem Interview mit der Tageszeitung "El Mundo" als "eine der härtesten Herausforderungen, die ich je hatte", beschrieb, deshalb auch eine persönliche Genugtuung. Und er wäre ein schöner Abschluss seines City-Engagements, das nach dieser Saison endet. Danach übernimmt Noch-Bayern-Trainer Pep Guardiola seinen Posten, der mit seiner Mannschaft am Dienstagabend (nach Redaktionsschluss) gegen Atlético Madrid antrat. Im Head-to-Head liegt Real mit einem Sieg bei zwei Remis in den bisherigen drei Champions-League-Duellen mit den Citizens knapp voran. Zudem sind die Königlichen seit dem 0:4-Achtelfinal-Auswärtsdebakel am 10. März 2009 bei Liverpool - ihre bisher höchste Niederlage in diesem Bewerb - in neun Spielen gegen englische Klubs ungeschlagen. Und Real-Tormann Keylor Navas ist in dieser Saison in Champions-League-Heimspielen noch ohne Gegentor.




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Dokument erstellt am 2016-05-03 17:17:09



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