• vom 18.10.2016, 22:42 Uhr

Fußball

Update: 19.10.2016, 00:16 Uhr

Champions League

Wiedersehen mit Pep




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  • Brisantes Treffen zwischen Barcelona und Manchester City - Real fertigt Legia Warschau 5:1 ab.

Die Tarnkappe wird Pep Guardiola nichts nützen - in Barcelona kennt man den Manchester-City-Coach.

Die Tarnkappe wird Pep Guardiola nichts nützen - in Barcelona kennt man den Manchester-City-Coach. Die Tarnkappe wird Pep Guardiola nichts nützen - in Barcelona kennt man den Manchester-City-Coach.

Barcelona. (art) Alte Liebe rostet vielleicht nicht, aber sie kann Flecken ansetzen. Ob er glaube, dass sein Sohn jemals in einer Funktion zum FC Barcelona zurückkehren werde, wurde Pep Guardiolas Vater Valenti also dieser Tage gefragt - die Antwort fiel klar aus: "Nach Barcelona zurückkehren? Als was? Als Ballbub?", sagte Valenti. Soll heißen: Wohl nicht.

Information

Champions League, Mittwoch:
Gruppe A:
Arsenal - Rasgrad 20.45 Uhr
Paris SG - Basel 20.45 Uhr
Gruppe B:
Napoli - Besiktas 20.45 Uhr
Dinamo Kiew - Benfica 20.45 Uhr
Gruppe C:
Barcelona - Manchester City 20.45 Uhr
Celtic - Mönchengladbach 20.45 Uhr
Gruppe D:
Rostow - Atlético Madrid 20.45 Uhr
Bayern - Eindhoven 20.45 Uhr

Dienstag:
Gruppe E:
ZSKA Moskau - Monaco 1:1
Leverkusen - Tottenham 0:0
Gruppe F:
Sporting - Dortmund 1:2
Real Madrid - L. Warschau 5:1
Gruppe G:
Leicester - Kopenhagen 1:0
Brügge - Porto 1:2
Gruppe H:
Lyon - Juventus 0:1
Dinamo Zagreb - Sevilla 0:1

Pep Guardiola und der FC Barcelona? Da war doch was. Und insofern ist die Replik nicht überraschend. Guardiola hat bei den Katalanen alles erreicht, mehr als 200 Mal für die erste Mannschaft gespielt, das B-Team erfolgreich betreut, ehe er 2008 nach nur einer Saison zum Cheftrainer der A-Mannschaft aufstieg und dann das perfektionierte, was man als stilprägend für eine Ära des Fußballs empfand: ein Kurzpass-Stakkato, mit dem die schnellen, wendigen Spieler die Gegner mit den Ohren schlackern ließen, zahlreiche Trophäen abstaubten, darunter drei Liga- und zwei Champions-League-Titel.

Als er den Klub nach vier Saisonen verließ, wusste Guardiola, dass da nicht mehr viel kommen würde, dass sich die Kombination wenn nicht tot, so doch müde gelaufen hatte. "Barcelona-Trainer kann man nicht für immer sein", hatte er stets betont, ehe er sich eine Auszeit in New York gönnte, danach beim FC Bayern anheuerte und zuletzt, nach dem Verpassen der Champions League in München nicht mehr so gefragt wie anfangs, in der englischen Premier League bei Manchester City eine neue Herausforderung suchte.

Herausforderungen, die hatten stets die Karriere des Josep Guardiola i Sala bestimmt, die nächste wartet am Mittwoch auf ihn. Denn nun kehrt er doch wieder an seine einstige Wirkungsstätte ins Camp Nou zurück - als Gegner. Das Champions-League-Treffen in der Gruppe C zwischen den bei sechs Punkten aus zwei Spielen haltenden Spaniern und den Verfolgern aus Manchester ist der sportliche wie emotionale Höhepunkt dieses dritten Spieltags. Es wird eine Umarmung mit Lionel Messi, einem seiner Lieblingsschüler, geben, freundliche Worte mit dessen nunmehrigen Coach Luis Enrique, vielleicht auch Sympathiebekundungen von den Fans. Mehr nicht. Denn der 45-jährige Katalane, dem Ehrgeiz nicht gänzlich fremd ist, wird alles daran setzen (wollen), Revanche für die Saison 2014/15 zu nehmen, als er mit dem FC Bayern im Halbfinale gegen seinen Ex-Verein ausgeschieden ist, der dann den Titel holte. Es war die erste Bewährungsprobe für Luis Enrique gewesen, seinen Nachnachfolger. Er hat sie bestanden, ebenso wie er trotz des Viertelfinal-Aus in der darauf folgenden Saison auch sonst schon Erfolge zu Buche stehen hat.

Die beiden Meisterschaften seit seinem Amtsantritt hat er gewonnen, die beiden Titel in der Copa-del-Rey detto. Doch obwohl er an Einzelspielsiegen schon mehr gefeiert hat als Guardiola im selben Zeitraum, steht der 46-Jährige in der öffentlichen Wahrnehmung noch immer im Schatten des charismatischen Spaniers. Dabei gibt es viele Anknüpfungspunkte zwischen den zwei Trainern: Gemeinsam haben sie bei Barcelona und in der spanischen Nationalmannschaft gespielt, beide haben sie zunächst das B-Team der Katalanen betreut. Und beide stehen sie für einen Spielstil, der auf Kombinationsfußball und Ballbesitz ausgelegt ist. Dabei hat Enrique - auch durch Spieler wie die Stürmer Neymar und Luis Suárez - dem Spiel der Katalanen sogar eine neue Komponente hinzugefügt, jene der schwereren Ausrechenbarkeit. Denn auch wenn an jenem Tag, als Guardiola das Ende seiner Ära in Barcelona verkündet hat, für viele Fans die Welt still zu stehen schien: Der Fußball hat sich weitergedreht. Vielleicht auch deshalb weiß er selbst, weiß auch sein Vater, dass eine Reunion mit seinem früheren Klub wenig Sinn hätte. Da werde er eher die katalanische Auswahl trainieren, sollte es einmal eine solche geben, sagte Guardiola senior, das wäre noch eine echte Herausforderung. Davor aber wartet Barcelona - auf der Gegenseite.

Christian Fuchs mit Assist

Nicht mit Barça, sondern mit Legia Warschau bekam es hingegen Real Madrid am Dienstag in der Königsklasse zu tun. Für die Treffer sorgte allerdings nicht Cristiano Ronaldo, der damit noch weiter auf sein 100. Europacup-Tor warten muss. Die Tore zum 5:1 gegen Legia steuerten Gareith Bale (16.), Marcelo (19.), Marco Asensio (36.) Lucas Vázquez (68.) und Álvaro Morata (84.) bei, für die Polen traf Miroslav Radović (22.).

Einen großen Schritt in Richtung K.o.-Phase hat auch Champions-League-Neuling Leicester City, das nach einem 1:0-Sieg gegen den FC Kopenhagen in der Tabelle nun mit Punkten vorne liegt, gemacht. Der Assist für das Tor von Rayih Mahrez kam von Österreich-Legionär Christian Fuchs.

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Dokument erstellt am 2016-10-18 22:47:05
Letzte nderung am 2016-10-19 00:16:11



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