• vom 15.11.2016, 22:44 Uhr

Fußball

Update: 15.11.2016, 22:56 Uhr

Freundschaftsspiel

Unversöhnlicher Abschluss




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  • Österreich erreicht gegen die Slowakei nur ein 0:0-Remis. Die WM-Aussichten bleiben damit trüb.



Wien. (rel) Wiedergutmachen, einen versöhnlichen Abschluss bieten, und ein in jeder Hinsicht verkorkstes Länderspiel-Jahr würdig beenden. Nach den Tiefschlägen bei der EM und in der ersten Phase der WM-Qualifikation war die Zielsetzung des ÖFB-Teams in seinem letzten Pflichtspiel des Jahres am Dienstag gegen die Slowakei klar. "Einen guten Auftritt haben", nannte es im Vorfeld Teamchef Marcel Koller - und das Spiel gegen den östlichen Nachbarn ein bedeutungsvolles. "Wir haben die Verpflichtung den Anhängern gegenüber, die volle Leistung abzurufen und ein gutes Ergebnis zu holen. Und ein gutes Ergebnis ist ein Sieg."

Klare Worte, denen bereits bei der Bekanntgabe der rot-weiß-roten Aufstellung für die Partie große Taten folgten. Vielleicht zu große. Hatte er am Vortag noch davon gesprochen, "nicht alles über den Haufen werfen" zu wollen, so tat Koller am Dienstag genau das, und bot für die Startelf gegen die Slowakei gleich acht neue Spieler auf - darunter Michael Madl und Andreas Lukse (im Tor) als Debütanten. Vom Irland-Kader blieben nur Abwehrchef Aleksandar Dragovic, Kapitän Julian Baumgartlinger und Marko Arnautovic am Rasen. Ob das gut geht? Er wolle sehen, "wie die Spieler mit der Situation umgehen", sagte der Trainer über die Umstellung.

Information

Testspielergebnisse, Dienstag:

Österreich - Slowakei 0:0
Ukraine - Serbien 2:0
Nordirland - Kroatien 0:3
Tschechien - Dänemark 1:1
Ungarn - Schweden 0:2
Malta - Island 0:2
Russland - Rumänien 1:0
Italien - Deutschland 0:0
England - Spanien 2:2


Und die Yougsters hielten sich wacker. Die Österreicher starteten - wenn auch nur vor halbleerer Kulisse im Wiener Ernst-Happel-Stadion - gut in das Spiel, kontrollierten von Beginn an die Partie, ohne aber allzu gefährlich zu werden. Dafür klappte das Zusammenspiel über die rechte Seite schon einmal ganz gut, vor allem Lukas Hinterseer, Arnautovic und Baumgartlinger sorgten vorne für Bewegung. Was aber nicht bedeutet, dass man nicht für Blitzkonter anfällig wäre. So schnell konnten Baumgartlinger und Co. gar nicht schauen, stand der Gegner in Minute 18 nach einem Querpass in den Strafraum plötzlich gefährlich nah vor dem heimischen Tor, doch konnte Lukse mit einem großartigen Reflex klären. Auf großartige Szenen der Österreicher mussten die 14.200 Fans im Stadion dagegen noch warten - bis zur 37. Minute. Nur konnten Karim Onisiwo (der am slowakischen Goalie Jan Novota scheiterte) und Hinterseer (dessen Nachschuss auf der Linie gerettet wurde) die Doppelchance zur Führung nicht nutzen. Ebenso wenig Martin Harnik und Arnautovic, die kurz vor Pausenpiff das 1:0 am Fuß hatten, sich aber Novota geschlagen geben mussten.

Das sollte sich auch durch die Heranführung frischer Kräfte wie David Alaba, Martin Hinteregger und Florian Klein nicht wirklich ändern. Obwohl der Druck gegen die slowakischen Linien stark zunahm, ergaben sich - mit Ausnahme eines Alaba-Schusses, der weit über den slowakischen Kasten ging (50.) - kaum Chancen. Dafür häuften sich die Fehlpässe. War es die Hektik? Der Druck, unbedingt gewinnen zu müssen? Danach sah es aus. Da musste auch Koller an der Seitenlinie ordentlich die Augen zusammenkneifen und umgehend die Enttäuschung verhindern. Wer könnte das noch richten? Die Wahl fiel auf Joker Marc Janko. Aber auch der Basel-Legionär vermochte nicht den entscheidenen Treffer zu liefern. Zumindest ist dem ÖFB-Team eine Niederlage erspart geblieben. Und man hat gesehen, was ein Lukse oder Onisiwo zu leisten imstande sind. Versöhnlich war dieser Jahresabschluss vielleicht nicht, aber sicher auch kein Unglück.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-11-15 22:50:06
Letzte nderung am 2016-11-15 22:56:19



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