• vom 27.05.2017, 10:00 Uhr

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Zwei offene Fragen




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  • In der Fußball-Bundesliga wird der Kampf um den Vizemeistertitel und gegen den Abstieg erst in der letzten Runde am Sonntag entschieden.

Wien. (art) Da sage noch einmal einer, die tipico-Bundesliga hätte in ihren letzten Tagen keine Spannung mehr zu bieten: Erst echauffierte sich Austria-Trainer Thorsten Fink nach dem 2:3 gegen Salzburg nicht über die Niederlage, sondern über den Schiedsrichter und die ORF-Kommentatoren Rainer Pariasek und Peter Hackmair ("Wenn ich euch beide sehe, habe ich immer schon schlechte Gefühle", "Ist die Skisaison schon zu Ende, oder warum seid ihr hier?"), weil diese das Ausgleichstor der Salzburger nicht als Abseits sehen wollten - tatsächlich war es eines, wenn auch schwer erkennbar -; dann sprach Altach-Trainer Martin Scherb nach dem 0:2 gegen Ried davon, dass nun wohl "Menschenopfer" gefordert werden würden, ehe er wenige Stunden später beurlaubt wurde. Damit erlebt die Bundesliga in der letzten Runde nun auch noch einen weiteren neuen Cheftrainer: In der letzten Saisonpartie wird Co-Trainer Werner Grabherr die Mannschaft coachen. Der vierte Platz ist Altach aber nicht mehr zu nehmen, er würde im Falle eines Salzburger Erfolgs im Cupfinale gegen Rapid (1. Juni) sogar für einen internationalen Startplatz reichen.

Damit sind sportlich nur noch zwei Fragen zu klären: Wer wird Vizemeister - und vor allem: Wer steigt ab? Im Kampf um Ersteres liegen die Austria und Sturm Graz punktemäßig gleichauf, wobei die Wiener das deutlich bessere Torverhältnis aufweisen. Die Austria tritt bei der Admira an, Sturm beim WAC; das Europa-League-Ticket haben beide schon jetzt sicher. Im Ringen gegen den Abstieg hat Ried mit dem verdienten Sieg gegen Altach wieder Hoffnung getankt. Zwar liegen die Oberösterreicher in der Tabelle immer noch zwei Punkte hinter St. Pölten, sie haben aber mit dem noch ausstehenden Heimspiel gegen Mattersburg der Papierform nach die einfachere Aufgabe als die Niederösterreicher, die bei Rapid antreten müssen. Ried-Trainer Lassaad Chabbi ist jedenfalls optimistisch: "Es liegt viel in unserer Hand. Ich hoffe, dass Rapid seinen Job richtig erledigt. Ich glaube an einen Sieg von Rapid. Das ist ein großer Verein. Sie haben keine gute Saison gespielt und wollen sich im letzten Spiel zu Hause mit den Fans versöhnen."

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Doch auch Mattersburg will es den Riedern, die seit 2005/06 in der Bundesliga spielen, nicht leicht machen. Trainer Gerald Baumgartner schmerzte zwar die 1:3-Heimniederlage gegen Rapid am Donnerstag, dennoch zog er bereits nach der 35. Runde ein positives Fazit. "Wir sind die zweitbeste Frühjahrsmannschaft bis jetzt, das wollen wir auch bleiben. Die Spieler haben sich in die Auslage gespielt", hielt Baumgartner fest. "Trotz allem hätten wir gerne gegen Rapid gewonnen. Wir wollten auch in der Tabelle vor Rapid bleiben."

Auf die Frage nach der Motivation für das letzte Saisonspiel reagierte der Ex-Austria-Coach bestimmt: "Wer mich kennt, weiß, dass ich jedes Spiel gewinnen will, und dass wir auch die Verpflichtung haben, in jedem Spiel die beste Leistung zu bringen", sagte der Salzburger. "Wir werden daher mit der besten Mannschaft spielen."

tipico-Bundesliga,

36. Runde, Sonntag

Salzburg - Altach16.30 Uhr

WAC - Sturm16.30 Uhr

Admira - Austria16.30 Uhr

Rapid - St. Pölten16.30 Uhr

Ried - Mattersburg16.30 Uhr

1. Salzburg35 73:24 78

2. Austria35 66:49 60

3. Sturm35 55:38 60

4. Altach35 46:48 53

5. Admira35 35:49 46

6. Rapid35 50:41 43

7. Mattersburg35 36:52 40

8. WAC35 39:59 39

9. St. Pölten35 40:58 37

10. Ried35 31:53 35




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Dokument erstellt am 2017-05-26 17:09:06



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