• vom 17.07.2017, 07:00 Uhr

Fußball

Update: 17.07.2017, 11:37 Uhr

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Viele Wege führen zum Ruhm




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  • Der Klassiker Deutschland gegen Schweden bringt ein Duell zweier bemerkenswerter Frauen an der Seitenlinie.

Die 44-jährige Steffi Jones gilt wie Pia Sundhage als Aushängeschild im Frauenfußball.

Die 44-jährige Steffi Jones gilt wie Pia Sundhage als Aushängeschild im Frauenfußball. Die 44-jährige Steffi Jones gilt wie Pia Sundhage als Aushängeschild im Frauenfußball.

Breda. (art) Deutschland gegen Schweden, der Rekord-Europameister gegen den Titelträger 1984 und dreifachen Vize-Europameister, der Favorit gegen einen der größten Herausforderer: Das Auftaktspiel der deutschen EM-Titelverteidigerinnen am Montag in den Niederlanden (20.45 Uhr) - schon am Sonntag spielen die Niederlande gegen Norwegen und Dänemark gegen Belgien - gilt als Klassiker im Frauenfußball. Und es ist das Duell zweier bemerkenswerter Frauen an der Seitenlinie, die vieles eint, aber manches auch trennt. Während die 57-jährige Pia Sundhage die Schwedinnen beim letzten Großereignis in ihrer Amtszeit als Teamchefin des Tre-Kronor-Teams erstmals zu einem großen Titel führen will, steht ihr gegenüber die 44-jährige Steffi Jones, die als Teamchef-Novizin in die großen Fußstapfen Silvia Neids treten will.

Sundhage und Jones - beide gelten sie als Aushängeschilder ihres Sports, beide lernten sie früh, sich durchzusetzen: Sundhage, als sie unter einem falschen (männlichen) Namen zum Fußballspielen begann, um bei den Burschen mitspielen zu können; Jones, als sie als Tochter eines US-Soldaten afroamerikanischer Herkunft sowie einer Deutschen im für seine sozialen Probleme bekannten Frankfurter Stadtteil Bonames aufwuchs. Die Liebe zum Fußballsport, in dem sie beide bald zu den Besten ihres jeweiligen Landes avancierten, ist freilich eine weitere Gemeinsamkeit.

Die Schwedin Pia Sundhage begann unter falschem (männlichem) Namen zum Fußballspielen.

Die Schwedin Pia Sundhage begann unter falschem (männlichem) Namen zum Fußballspielen. Die Schwedin Pia Sundhage begann unter falschem (männlichem) Namen zum Fußballspielen.

Danach allerdings gingen beide unterschiedliche Wege. Sundhage sammelte bei mehreren Klubs Erfahrung als Assistentin, ehe sie 2003 bei den Boston Breakers erstmals als Head Coach anheuerte und mit ihnen die Meisterschaft gewann. Als diese danach aufgrund finanzieller Probleme eingestellt werden musste, ging sie nach Norwegen, 2007 verschlug es sie als Co-Trainerin ihrer Landsfrau Marika Lyfors nach China, ehe sie zur Teamchefin der USA bestellt wurde.

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Es sollte eine der erfolgreichsten Epochen im Frauenfußball werden: Mit einem Team aus als schwierig zu trainierend geltenden Individualistinnen holte sie 2008 und 2012 Olympia-Gold - das bei den Frauen weit mehr glänzt als bei den Männern -, 2011 gab es WM-Silber. In 107 Spielen unter Sundhage musste das Team nur zehn Niederlagen einstecken.

Als sie danach zur schwedischen Teamchefin ernannt wurde, sei "ein Lebenstraum" wahr geworden, sagte sie bei ihrem Abschied aus den USA. Doch noch harrt der nächste Traum seiner ultimativen Erfüllung: jener, auch mit ihrer Heimatauswahl ein großes Turnier zu gewinnen. Bei der EM 2013, ausgerechnet in Schweden, kam im Halbfinale das Aus, bei der WM 2015 im Achtelfinale, bei den Olympischen Spielen 2016 im Finale - jeweils gegen Deutschland.

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Dokument erstellt am 2017-07-14 16:57:08
Letzte nderung am 2017-07-17 11:37:57



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