• vom 22.08.2017, 17:41 Uhr

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Verlieren verboten




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  • In den beiden kommenden WM-Qualifikationsspielen setzt Marcel Koller auch auf zwei Neulinge.

Ein bisschen Hilfe von oben könnte Marcel Koller und Co. nicht schaden.

Ein bisschen Hilfe von oben könnte Marcel Koller und Co. nicht schaden.© Hans Klaus Techt/apa Ein bisschen Hilfe von oben könnte Marcel Koller und Co. nicht schaden.© Hans Klaus Techt/apa

Wien. (art/apa) Österreichs Fußball-Teamchef Marcel Koller ist ja eher ein Freund bedächtiger Worte. Meistens jedenfalls. Also sagt er vor den beiden kommenden WM-Qualifikationsspielen gegen Wales in Cardiff und Georgien in Wien am 2. beziehungsweise 5. September: "So wie es aktuell aussieht, wäre es gut, wenn wir gewinnen würden", wohlwissend, dass Verlieren eigentlich verboten ist. Kollers Truppe liegt ebenso wie Wales vier Runden vor Schluss vier Punkte hinter dem Führungsduo Serbien und Irland.

Mithelfen, den dringend benötigten Punktezuwachs einzufahren, könnten auch zwei Neulinge im 23-Mann-Kader, den Koller am Dienstag in Wien präsentierte: Der Schweizer holte Maximilian Wöber und Moritz Bauer für die Verteidigung. Während Wöber im vergangenen Jahr einen steilen Aufstieg bei Rapid hingelegt hat und aktuell unmittelbar vor einem Transfer zum niederländischen Rekordmeister Ajax steht - am Dienstag machte er das Training bei den Hütteldorfern schon nicht mehr mit -, kursiert der Name Moritz Bauer erst seit kurzem im rot-weiß-roten Kicker-Kosmos. Der 25-Jährige ist im Schweizer Winterthur geboren, absolvierte seine fußballerische Ausbildung bei den Grasshoppers Zürich, ehe er im Vorjahr für immerhin vier Millionen Euro zu Rubin Kasan wechselte. Erst vor einigen Monaten erhielt er dank seines österreichischen Vaters die Staatsbürgerschaft und ist für den ÖFB spielberechtigt. Davor hat er zwar einige Spiele für Schweizer Nachwuchsauswahlen bestritten, für das A-Team war er aber nie nominiert worden. Auf seiner Position rechts in der Verteidigung führte kein Weg am Schweizer Urgestein Stephan Lichtsteiner vorbei. Ganz anders stellt sich die Situation freilich im ÖFB-Team dar, zumal Valentino Lazaro aktuell verletzt und Florian Klein auf Vereinssuche ist. Bauer stand zuletzt schon auf der Abrufliste, nun könnte er sich auch in Österreich einem breiten Publikum präsentieren. "Bauer ist auf der rechten Seite einsetzbar, auch in einem 3-5-2-System. Er ist taktisch gut ausgebildet und hat Zug nach vorne", urteilt Koller.


Auf der linken Abwehrseite könnte erstmals Wöber, eigentlich Innenverteidiger, zum Zug kommen, Koller hält große Stücke auf den 19-Jährigen. "Er ist einer mit Zukunftsperspektive für uns", meint der Nationaltrainer. Da sich abgesehen von David Alaba, den Koller aber nach wie vor im Mittelfeld sieht, kein einziger klassischer Linksverteidiger im Kader befindet - zuletzt spielte Martin Hinteregger in Irland auf dieser Position -, ist Wöber ein seriöser Kandidat. "Seine beste Position ist in der Innenverteidigung, er hat aber auch schon links gespielt. Es ist eine Möglichkeit, ihn links zu bringen", sagt Koller.

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Dokument erstellt am 2017-08-22 17:45:06



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