• vom 26.08.2017, 18:13 Uhr

Fußball

Update: 26.08.2017, 21:19 Uhr

Bundesliga

Heimsieg für Rapid




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Von WZ Online, APA

  • Hütteldorfer schicken den LASK mit 1:0 nach Hause. Wolfsberg feiert gegen St. Pölten nach einem Rückstand dritten Heimsieg.

Thomas Murg brachte die Hütteldorfer in der 22. Minute in Führung. - © APA/web, HANS PUNZ

Thomas Murg brachte die Hütteldorfer in der 22. Minute in Führung. © APA/web, HANS PUNZ

Wien/Wolfsberg. Rapid hat in der Fußball-Bundesliga den ersten Heimsieg und den erst zweiten Sieg in der Bundesliga-Saison eingefahren. Die Wiener gewannen gegen den LASK am Samstag im Allianz Stadion mit 1:0 (1:0). Der knappe Sieg war Balsam für die in den vergangenen Wochen von sportlichen Enttäuschungen und öffentlicher Kritik heimgesuchten Grün-Weißen, die vorläufig auf den fünften Tabellenplatz sprangen.

Thomas Murg brachte die Hütteldorfer in der 22. Minute in Führung und legte damit den Grundstein für den ersten vollen Erfolg seit dem 4:1 in St. Pölten Ende Juli. Rapid war in der ersten Hälfte überlegen, die Gäste aus Oberösterreich drangen kaum zum gegnerischen Strafraum vor. Nach der Pause ließ Rapid deutlich nach, der LASK kam endlich in der Partie an. Am Ende war es vom Aufsteiger vor allem offensiv zu wenig. Seit mehr als 270 Minuten warten die Linzer, die Tabellenvierter sind, nun schon auf einen eigenen Treffer.

Goran Djuricin überraschte schon vor Spielbeginn mit seiner Aufstellung: Neben Boli Bolingoli brachte der Chefcoach als zweiten Sechser neben Kapitän Stefan Schwab Dejan Ljubicic. Stephan Auer, der zuletzt solide Leistungen gezeigt hatte, war unter der Woche an Bronchitis erkrankt und nahm wie Neuzugang Lucas Galvao vorerst auf der Bank Platz.

Information


Samstag, 26.08.2017
WAC - SKN St. Pölten 2:1 (0:1)
Rapid Wien - LASK Linz 1:0 (1:0)
Sonntag, 27.08.2017
SK Sturm Graz - Red Bull Salzburg 16.30
SCR Altach - SV Mattersburg 16.30
FC Admira - Austria Wien 19.00

Ljubicic wurde erst am Dienstag von Wiener Neustadt zurückbeordert, wohin er zu Saisonbeginn verliehen worden war. Er stand für den Erste-Liga-Tabellenführer in den ersten sieben Spielen von Anfang an am Platz. In der Bundesliga begann der 19-Jährige am Samstag zum ersten Mal, was übrigens auch auf LASK-Spitze Mergim Berisha zutraf, den die Linzer temporär von Red Bull Salzburg ausgeliehen haben.

Die Wiener starteten druckvoll und holten in den ersten zehn Minuten drei Eckbälle heraus, die aber nichts einbrachten. Der dynamische Murg kam in der 14. Minute zu einer ersten guten Gelegenheit, schoss LASK-Torhüter Parvao Pervan jedoch direkt in die Arme. Bei seiner nächsten Chance machte es der Steirer von halbrechts im Strafraum besser und traf nach Schaub-Vorlage flach ins lange Eck. Eingeleitet hatte die Aktion Ljubicic, der energisch den Ball eroberte.

Nach dem Tor ließ Rapids Elan der ersten 20 Minuten nach. Louis Schaub wurde nach einem Foul an Peter Michorl zurückgepfiffen, sein anschließender Treffer zählte daher nicht. Die nächsten nennenswerten Aktionen fielen schon in die zweite Hälfte - und gehörten dem LASK: Berisha (46.) traf Richard Strebinger am linken Knie, Rajko Rep und Michorl (50.) scheiterten ebenfalls. Im Gegenzug lenkte Pervan einen Kvilitaia-Schuss zur Ecke ab.

Von der Souveränität der ersten Hälfte war bei Rapid fast nichts mehr zu sehen. Dennoch hatte die Heimmannschaft weiter die besseren Chancen: In der 68. Minute rettete Pervan nach einem Eckball gegen Schwab. Der LASK-Torhüter war auch bei einem abgefälschten Schuss des eingewechselten Philipp Schobesberger (79.) zur Stelle, der vier Minuten später noch einmal aus der Distanz abzog.

In der 88. Minute zeichnete sich Richard Strebinger gegen den allein auf ihn zulaufenden Bruno aus. Im Finish kam der am Freitag von Altach verpflichtete Galvao noch zu seinem Rapid-Debüt, der Brasilianer wurde in der 89. Minute für Giorgi Kvilitaia eingewechselt. Joelinton vergab in der 91. Minute das 2:0, indem er völlig freistehend über das Tor schoss.

 Wolfsberg drehte das Spiel noch um

Der Wolfsberger AC ist indessen mit dem 2:1 (0:1) gegen St. Pölten zwischenzeitlich auf den dritten Platz in der Fußball-Bundesliga vorgerückt. Das Team von Heimo Pfeifenberger drehte zum Auftakt der sechsten Runde einen Pausenrückstand noch zum dritten Saisonsieg. Roope Riski brachte die Gäste in Führung (14.). Späte Tore von Dever Orgill und Bernd Gschweidl drehten die Partie aber noch (78.,87.).

Es waren auch die Gastgeber, die vor 3.120 Zusehern den besseren Start vorfanden. Nach drei Minuten köpfelte Issiaka Ouedraogo aus Abseitsposition ein, Schiedsrichter Alexander Harkam gab den Treffer zurecht nicht. Eine Minute später war es erneut der Angreifer aus Burkina Faso, der es per Kopf versuchte. Der starke Schlussmann der Niederösterreicher, Christoph Riegler, war auf dem Posten.

Ohne Chance wäre Riegler bei der besten Möglichkeit der Lavanttaler gewesen. Kapitän Nemanja Rnic übernahm einen Corner direkt. Sein gefühlvoller Volleyschuss strich nur knapp am Tor vorbei (10.). Die Gäste hatten mit den antrittsstarken Flügelläufen der Hausherren ihre liebe Not und konnten diese oft nur mit Fouls stoppen.

Entgegen des Spielverlaufs gingen die "Wölfe" aus St. Pölten nach 14 Minuten mit ihrem ersten Abschluss in Führung. Manuel Martic bediente Roope Riski mit einem Pass in die Schnittstelle der WAC-Abwehr ideal. Allerdings machte Tormann Alexander Kofler bei seinem Abwehrversuch alles andere als eine gute Figur. Der routinierte Schlussmann rutschte am Ball vorbei.

Ouedraogo versäumte nach schönem Vorspiel von Bernd Gschweidl im Gegenzug den Ausgleichstreffer (16.). Danach schlief die Partie ein. St. Pölten konzentrierte sich auf die Defensivaufgaben und Wolfsberg tat sich gegen die kompakte Abwehr zunehmend schwerer. Erst kurz vor der Pause prüfte Stephan Palla Riegler mit einem Schuss aus der Distanz (45.).

Nach acht Minuten in der zweiten Hälfte versuchte es Martic, der nur wegen der Verletzung von Martin Rasner in die Startaufstellung gerutscht war, von der Strafraumgrenze. Sein Versuch landete jedoch im Außennetz. Noch knapper kam Wolfsbergs Gschweidl einem Tor. Er knallte den Ball aus kurzer Distanz an die Stange (55.).

St. Pölten beruhigte das Spiel und gewann in der zweiten Hälfte fast drei Viertel der Zweikämpfe. Zum zweiten Punktezuwachs sollte es für den Tabellenletzten dennoch nicht reichen. Heimo Pfeiffenbergers Joker stach. Orgill traf nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung aus klarer Abseits-Position zum Ausgleich. Gschweidl fixierte kurz vor Schluss mit seinem dritten Saisontor sogar noch den schmeichelhaften Heimsieg der Kärntner, die alle drei Saisonsiege vor heimischem Publikum feierten.





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Dokument erstellt am 2017-08-26 18:17:13
Letzte nderung am 2017-08-26 21:19:45



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