• vom 30.08.2017, 20:31 Uhr

Fußball

Update: 30.08.2017, 20:38 Uhr

WM-Qualifikation

Das Zittern der Stars




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  • Beim Hit Frankreich gegen Niederlande könnte ein Großer auf der Strecke bleiben.

Antoine Griezmann (7) gegen Oranje-Kapitän Kevin Strootman (6) lautete das Duell beim 1:0-Auswärtssieg der Franzosen im Hinspiel. - © afp/Fife

Antoine Griezmann (7) gegen Oranje-Kapitän Kevin Strootman (6) lautete das Duell beim 1:0-Auswärtssieg der Franzosen im Hinspiel. © afp/Fife

Paris. (may) Wenn sich zwei streiten, freut sich bekanntlich der Dritte. In Gruppe A der WM-Qualifikation für 2018 ist dieser Zustand seit der überraschenden Niederlage der Équipe tricolore im Juni in Schweden eingetroffen - anstatt dass sich der haushoch favorisierte Vize-Europameister mit dem vom EM-Schock noch nicht ganz erholten WM-Dritten Niederlande die Qualifikationsplätze ausmatcht, stehen vier Spiele vor Schluss plötzlich die neu formierten Schweden (ohne Superstar Zlatan Ibrahimovic) auf Gruppenplatz eins. Womit das Aufeinandertreffen der beiden europäischen Giganten Frankreich und Niederlande am Donnerstag (20.45 Uhr/RTL-Nitro) im Pariser Stade de France schon Finalcharakter bekommt.

Für den, der verliert, könnten die Titelkämpfe in Russland nämlich bloß im Fernsehen stattfinden. Denn wenn die mit 13Zählern vor den punktegleichen Franzosen führenden Wikinger ihren Erfolgslauf auch am Donnerstag in Bulgarien fortsetzen, wird es für einen der beiden Kontrahenten richtig eng. Besonders für die drei Punkte zurückliegenden Oranje gilt in St. Denis jedenfalls verlieren verboten, will man nicht das zweite Großereignis in Folge versäumen.


Verhindern sollen dies auf ihrer vielleicht letzten großen Nationalmannschafts-Mission die hoch dekorierten Routiniers Arjen Robben (33), Wesley Sneijder (33) und Robin van Persie, der mit 34Jahren von Bondscoach Dick Advocaat noch einmal reaktiviert wurde. Es ist somit auch ein letzter Schuss Nostalgie dabei mit der Erinnerung an die Großtaten bei der WM 2014, wo der Erfolgslauf erst im Semifinale im Elferschießen gegen Argentinien endete. Für Robben, der sich nach überstandener Muskelverletzung wieder bereit für 90 Minuten fühlt, stellen les Bleus keine unüberwindbare Hürde dar. "Die Franzosen können wirklich gut Fußball spielen, aber sie haben keine drei oder vier Messis in der Mannschaft", sagte der Bayern-Star in der Tageszeitung "De Telegraaf".

Doch Druck hat nach der 1:2-Last-Minute-Niederlage in Solna auch der Gastgeber - wiewohl dort überlagerte zuletzt das Transfer-Theater um die blau-weiß-roten Jungstars alles: Der Wechsel von Monacos 18-jährigem Juwel Kylian Mbappé zu PSG per Leih-Kauf-Modell scheint durch, dafür dürfte ihn Teamchef Didier Deschamps nur auf die Bank setzen; Teamkollege Thomas Lemar stand vor einem Transfer zu Liverpool; und der kürzlich von Dortmund nach Barcelona gewechselte Ousmane Dembélé durfte wegen seines Streiks inklusive Trainingsrückstands nicht ins Aufgebot. Bei so viel Klasse geht Deschamps aber beruhigt in den Schlager: "Es ist unnötig, Alarm zu schlagen. Auch wenn die Lage nicht mehr so komfortabel ist, wir sind nicht in Gefahr."

Auch Messi bangt wieder
Weiterhin stark in Gefahr ist indes Superstar Lionel Messi in der Südamerika-WM-Qualifikation mit Argentinien: Nur mit einem Auswärtssieg im Klassiker gegen Uruguay könnte sich die derzeit fünftplacierte Albiceleste am Donnerstag im ersten Pflichtspiel-Auftritt unter dem neuen Teamchef Jorge Sampaoli wieder auf einen Qualifikationsrang vorschieben - andernfalls bleibt der Vizeweltmeister auf dem Play-off-Rang.

WM-Qualifikation, Donnerstag:

Gruppe A:

Frankreich - Niederlande20.45 Uhr

Bulgarien - Schweden20.45 Uhr

Luxemburg - Weißrussland20.45 Uhr

Gruppe B:

Portugal - Färöer Inseln20.45 Uhr

Schweiz - Andorra20.45 Uhr

Ungarn - Lettland20.45 Uhr

Gruppe H:

Griechenland - Estland20.45 Uhr

Zypern- Bosnien20.45 Uhr

Belgien- Gibraltar20.45 Uhr




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-08-30 16:39:05
Letzte nderung am 2017-08-30 20:38:10



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