• vom 01.09.2017, 17:30 Uhr

Fußball

Update: 01.09.2017, 19:38 Uhr

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Ein Sommer wie diesmal




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Von Tamara Arthofer

  • Die Transferperiode hat die Schwächen des Financial Fairplay schonungslos aufgezeigt. Die Uefa sieht keinen akuten Handlungsbedarf.



Wien. Die Premier League, eh klar. Wenn es um den ausufernden Transfermarkt geht, fällt der Name der lukrativsten Liga in Europas Fußball seit Jahren verlässlich, noch mehr seit dem Rekordvertrag, der für die nationalen TV-Übertragungsrechte für die Saisonen 2016 bis 2019 rund 6,9 Milliarden Euro in die Kassen spült. Auch heuer erklimmt die von den 20 englischen Erstligavereinen ausgegebene Summe ein neues Rekordhoch: Ehe sich das Transferfenster in der Nacht auf Donnerstag schloss, waren laut Berechnungen von Deloitte Ablösen mit einem Gesamtvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro hereingeflattert. Am meisten gab Manchester City aus, das sich unter anderem den teuersten Verteidiger leistet: Benjamin Mendy um 58 Millionen Euro; Manchester United überwies knapp 85 Millionen Euro für Romelu Lukaku an Everton, Marko Arnautovic war West Ham knapp 28 Millionen Euro wert, Stoke City bezahlte 19,5 Millionen Euro für Kevin Wimmer. Aleksandar Dragovic verstärkt die Österreicher-Fraktion in England mit einem Leih-Engagement in Leicester.

Doch wenngleich die Engländer insgesamt am meisten ausgaben - fast doppelt so viel wie etwa die hier an zweiter Stelle liegende Serie A - sind es diesmal nicht die Geschäfte auf der Insel, die Europas Fußballverband Uefa vor allem beschäftigen werden. Als Paris Saint-Germain Neymar für 222 Millionen Euro reine Ablöse vom FC Barcelona verpflichtete, waren den Franzosen die Schlagzeilen sicher, in der Nacht auf Freitag haben die in katarischem Eigentum befindlichen Franzosen mit der fixen Vermeldung des Wechsels von Kylian Mbappé noch einmal nachgelegt. Um die ohnehin schon gelockerten Regeln des Financial Fairplay, die man bereits 2014 gebrochen hatte, diesmal zu umgehen, wird der 18-Jährige zunächst für ein Jahr von Monaco ausgeliehen, ehe eine Ablöse von bis zu 180 Millionen Euro fällig wird. Dabei war die Uefa schon beim Geschäft mit Neymar hellhörig geworden. Dieser hatte seine Ablöse nämlich Berichten zufolge aus eigener Tasche bezahlt - das Geld soll er wiederum aus Katar für eine Sonderbotschafterrolle für die WM 2022 erhalten haben.

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Immer mehr Tricks
Die Uefa hat am Freitag gegen Paris St. Germain ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Verstöße gegen das Financial Fairplay eingeleitet. Sie sieht sich zunehmend mit neuen Tricks konfrontiert, mit denen das Reglement, wonach Klubs, die an europäischen Wettbewerben teilnehmen, über einen längeren Zeitraum hinweg im Wesentlichen nicht mehr ausgeben dürfen, als sie einnehmen, locker ausgehebelt werden kann. Neymar ist so ein Fall, Mbappé nun ein weiterer.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-01 17:18:06
Letzte nderung am 2017-09-01 19:38:09



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