• vom 01.09.2017, 17:30 Uhr

Fußball

Update: 01.09.2017, 19:38 Uhr

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Ein Sommer wie diesmal




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Der bisherige Rekordmann Paul Pogba, der 2016 von Juventus zu Manchester United wechselte, hat um 75 Millionen Euro weniger gekostet als der Teenager; von Neymar ganz zu schweigen. Während Frankreichs Politik sich über die zu erwartenden Steuereinnahmen freut, der Sportartikelhandel über neue Rekordzahlen beim Trikotverkauf, andere Geschäftszweige sich indirekt in der Strahlkraft des Pariser Starensembles sonnen wollen und das politisch momentan in der Krise befindliche Katar ein Zeichen der Macht setzen will, schrillen bei anderen Klubs alle verfügbaren Alarmsirenen. "Es ist wichtig, dass die European Club Association jetzt versucht, gemeinsam mit der Fifa und der Uefa und auch mit der Spielergewerkschaft Fifpro Kriterien zu erarbeiten, die das Ganze wieder rationaler machen", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge in seiner Funktion als ECA-Chef zum "kicker". Eine Gehaltsobergrenze wird immer wieder diskutiert - wurde bis jetzt aber auch von der EU abgeschmettert.

Ein Haarschipperl von Neymar
Uefa-Chef Aleksander Čeferinsteht der Problematik mit ambivalenten Gefühlen gegenüber. "Kein Business ist grenzenlos. Der Fußball macht uns glücklich, weil wir immer mehr Geld einnehmen und mehr Geld verteilen können", sagte er zuletzt in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung", in dem er darauf hinwies, dass 86 Prozent der Einnahmen aus den fünf größten Märkten kommen, dort aber nur 60 Prozent bleiben - also die Kleinen sogar mehr von der Verteilung profitieren würden.

Dass die Crème de la Crème des Fußballs ins Bezahlfernsehen abwandert, viele Fans sich angesichts der Kartenpreise einen Stadionbesuch mehrmals überlegen, wiegt halt nicht so schwer, wie es die finanziellen Argumente tun - auch wenn selbst bei sportlichen wie wirtschaftlichen Schwergewichten vor den Auswüchsen gewarnt wird. Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte den "Transferwahnsinn und die Gehaltsexplosionen" im Rahmen der Eröffnung der Nachwuchsschmiede kritisiert und diese "als Antwort des FC Bayern darauf" bezeichnet. Der gesamte Komplex kostet rund 70 Millionen Euro. Dafür bekäme man vielleicht ein Haarschipperl von Neymar.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-01 17:18:06
Letzte nderung am 2017-09-01 19:38:09



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