• vom 11.09.2017, 18:02 Uhr

Fußball


Bundesliga

Getrübte Stimmung




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  • Während Salzburg und Rapid mit dem Remis vom Sonntag hadern, sucht der SKN St. Pölten einen neuen Trainer.

Salzburg/St. Pölten. Es war zweifellos das Spitzenspiel des vergangenen Wochenendes, das am Ende zwar keinen Sieger, dafür aber bei den beteiligten Mannschaften eine Stimmung aus Stolz und Bitterkeit hinterlassen hat. Die Salzburger freuten sich nach dem 2:2 über den späten Ausgleich, haderten jedoch damit, die lange numerische Überlegenheit - nach roter Karte gegen Mario Pavelic in Minute 16 - nicht ausgenützt zu haben. Die Wiener wiederum ärgerten sich über das Last-Minute-Gegentor, während das leidenschaftliche Auftreten in Unterzahl hervorgehoben wurde. "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Wir haben bewiesen, dass wir auf hohem Niveau spielen können", sagte Coach Goran Djuricin, gab aber auch zu: "Natürlich tut es weh, so spät den Ausgleich zu kassieren." Dafür brachte für ihn das Match die Erkenntnis, dass Rapid, obwohl auf Rang sieben zurückgefallen, mit den Top-Teams der Liga mithalten kann.

Dass es nichts mit dem ersten Rapid-Sieg über Salzburg nach davor sieben erfolglosen Versuchen wurde, lag am spektakulären Seitfallzieher-Tor von Munas Dabbur in der 92. Minute. Dadurch sind die Salzburger seit 19 Pflichtspielen vor eigenem Publikum ungeschlagen. Dennoch hielt sich die Begeisterung bei Coach Marco Rose in Grenzen. "Das ist ein Punkt, mit dem wir leben müssen", erklärte der Deutsche. Geht es nach ihm, war die Partie von Anfang an nicht nach Wunsch verlaufen. "Es gibt Spiele, da sucht man Lösungen und findet sie. Man geht in Führung, und das Spiel läuft ganz einfach ab. Das war heute nicht so", betonte er. Immerhin gelang es aber seiner Mannschaft bei der Generalprobe für den Auftakt der Europa-League-Gruppenphase am Donnerstag auswärts gegen Vitória Guimarães, den Rückstand auf Spitzenreiter Sturm Graz in der Tabelle auf vier Punkte zu reduzieren und zweimal einen Rückstand aufzuholen.


Einen großen Rückstand aufzuholen hat indessen der SKN St. Pölten. Hier wird seit dem freiwilligen Rücktritt von Trainer Jochen Fallmann am Sonntagabend - der SKN hatte zuvor 1:2 gegen Altach verloren - nach einem Nachfolger gesucht. Der Österreicher war mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten und zog damit die Konsequenzen aus der tristen Saisonbilanz. Der SKN liegt nach sieben Runden mit nur einem Punkt am Tabellenende, zudem schied man bereits in der ersten Cup-Runde gegen den Regionalligisten Austria Klagenfurt aus. In den kommenden Tagen leitet der bisherige Assistent Marcel Ketelaer das Training und wird wohl auch im nächsten Meisterschaftsspiel am Sonntag bei der Austria Wien als Hauptverantwortlicher auf der Bank sitzen.

Bei den Violetten hingegen hat für den von Stuttgart nach Wien gewechselten Florian Klein nur eine Minute auf die perfekte Rückkehr in die Bundesliga gefehlt. Dank eines Treffers des 30-Jährigen stand die Austria gegen den WAC vor dem vierten Sieg en suite, ehe die Kärntner mit dem späten 2:2 in der Nachspielzeit noch einen Punkt aus Wien entführten. Klein sprach im Anschluss von einem "hergeschenkten Sieg". Eine Meinung, die wohl auch die Spieler und Fans im Rapid-Lager nur zu gut nachvollziehen können.




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Dokument erstellt am 2017-09-11 16:51:07



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