• vom 13.09.2017, 17:34 Uhr

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Ein Sieg als gefühlte Niederlage




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  • Die Bayern befinden sich nach dem 3:0 über Anderlecht im Stimmungstief.

München. 3:0 gewonnen - und trotzdem unzufrieden. Bayern München startete zwar in Gruppe B mit einem klaren Sieg gegen Anderlecht am Dienstag programmgemäß in die Champions League (Mittwochspiele nach Redaktionsschluss), dennoch herrschte keine uneingeschränkte Freude. "Das Publikum verdient mehr", sagte Arjen Robben. "Bei allem Respekt. Nach der roten Karte musst du die aus der Arena schießen", erklärte der Niederländer nach den Treffern von Robert Lewandowski, Thiago und Joshua Kimmich. Nach Sven Kums Notbremse gegen Lewandowski, für die Anderlechts Profi die rote Karte sah (11.), war kaum Spielfreude bei den Bayern zu sehen, selten Tempo, noch seltener mannschaftliche Harmonie. "Wir müssen uns hinterfragen, alle", lautete Robbens Fazit. Die Stimmungslage bei den Münchnern, bei denen David Alaba verletzt fehlte und Marco Friedl auf der Bank saß, bleibt angespannt. Thomas Müller saß erneut bis zu seiner späten Einwechslung frustriert auf der Ersatzbank. Franck Ribéry riss sich nach seiner Auswechslung das Trikot vom Leib und schleuderte es wütend auf die Bank. Sportdirektor Hasan Salihamidžić: "Das darf nicht passieren beim FC Bayern München. Das ist nicht okay. Da werden wir sprechen drüber", kündigte er an. Auch Trainer Carlo Ancelotti erwartet eine Erklärung von Ribéry. "Ich kann verstehen, dass er durchspielen will. Aber seine Reaktion nicht."

Klare Favoritensiege
Der Italiener verließ das Stadion "insgesamt zufrieden", wie er bemerkte: "Es war keine Topleistung, aber eine Leistung, die uns in dieser Phase reicht." Schon in zwei Wochen kommt es für die Bayern in Paris zur Kraftprobe mit Neymar und Co. Der Brasilianer gab in Glasgow gegen Celtic im Verbund mit seinen Nebenleuten Kylian Mbappé und Edinson Cavani eine Kostprobe des Offensivpotenzials der Franzosen ab. Nicht einmal 40 Minuten benötigte das Trio, um sich beim 5:0-Sieg geschlossen in die Schützenliste einzutragen. Neymar traf zur Führung (19.) und legte Mbappés 2:0 (34.) auf, ehe er Cavani (40.) nach dessen verwandeltem Foulelfer gratulieren durfte. Dieser steuerte nach einem Eigentor von Celtics Mikael Lustig einen weiteren Treffer zum Endstand bei.


Neben Bayern und Paris feierten auch die anderen Topklubs klare Siege: Barcelona setzte sich nach zwei Toren von Lionel Messi und einem Treffer von Ivan Rakitić gegen Juventus mit 3:0 durch, die meisten Tore gab es aber bei Chelsea gegen Qarabag zu sehen: Die Londoner gewannen gegen den aserbaidschanischen Champions-League-Debütanten mit 6:0.




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Dokument erstellt am 2017-09-13 17:39:03



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