• vom 18.09.2017, 16:38 Uhr

Fußball

Update: 18.09.2017, 22:04 Uhr

WM-Qualifikation

Serbische Wundertüte









  • Österreichs Frauen-Nationalteam will zum Auftakt der WM-Qualifikation unbedingt anschreiben.

Österreichs Fußball-Frauen gelten nach dem Vorstoß ins Halbfinale bei der EM gegen Serbien als Favorit.

Österreichs Fußball-Frauen gelten nach dem Vorstoß ins Halbfinale bei der EM gegen Serbien als Favorit.© afp Österreichs Fußball-Frauen gelten nach dem Vorstoß ins Halbfinale bei der EM gegen Serbien als Favorit.© afp

Kruevac/Wien. Was Österreichs Männern nicht geglückt ist, könnte vielleicht den Damen gelingen. Für das Frauen-Nationalteam fällt am Dienstag der Startschuss in der WM-Qualifikation - und zwar gegen ein Land, an dem sich das Herrenteam bisher bei der WM-Qualifikationen die Zähne ausgebissen hat. Trotzdem wollen die Frauen beim Auswärtsspiel gegen Serbien in Kruševac (20 Uhr/ORF Sport+) mit veränderter Spielanlage an die jüngsten Erfolge anschließen. Dabei gilt der Gegner als unbeschriebenes Blatt. "Serbien ist ein Überraschungsei, man weiß nicht wirklich, was drinnen steckt", meinte etwa Teamchef Dominik Thalhammer.

Im Team ist die Stimmung jedenfalls sehr gut. Mit viel Selbstvertrauen und neuer Erwartungshaltung ist das Team am Sonntag in Richtung Belgrad abgeflogen. "Es beginnt alles von Neuem. Wir ruhen uns aber nicht auf den Lorbeeren aus, sind topmotiviert", erklärte Torjägerin Nina Burger vor der Abreise. Und Mittelfeldspielerin Sarah Puntigam fügte hinzu: "Wir hatten das Highlight Europameisterschaft. Aber es wäre der Wahnsinn, wenn wir es zur WM schaffen würden. Umso wichtiger ist es, dass wir gut in die Qualifikation starten."


Die Chancen sind gut, gilt doch die Thalhammer-Elf seit dem Vorstoß ins Halbfinale der EM-Endrunde in den Niederlanden in Serbien als Favorit. "Die Rollen sind anders verteilt", bestätigte auch Burger: "Wir werden vielleicht in der Defensive nicht so sehr gefordert sein wie bei der EM gegen Frankreich. Und offensiv müssen wir Lösungen finden, uns durch zu kombinieren." An diesen Lösungen hat das Team zuvor bei einem Lehrgang in Bad Tatzmannsdorf gearbeitet. Im Ergebnis dürfte die Spielanlage offensiver werden. "Wir hatten in Holland kein Problem damit, wenn der Gegner den Ball hatte. Aber gegen Serbien werden wir oft den Ball haben. Hier gilt es Lösungen parat zu haben, und die werden wir in dieser Woche entwickeln", meinte Thalhammer im Burgenland. Der Wiener, der das Team seit 2011 Stück für Stück nach vorne coachte, erwartet beim ersten Kräftemessen seit der Europameisterschaft eine "Wundertüte". Serbien sei spielerisch eine gute Mannschaft. "Sie versuchen aber teilweise etwas zu spielen, das sie auf ihrem Level gar nicht können", erklärte Thalhammer und will hier auch ansetzen. "Dann werden wir Möglichkeiten haben."

Nicht zur Verfügung steht zum Auftakt Teamkapitänin Viktoria Schnaderbeck aufgrund einer entzündeten Patellasehne. Lisa Makas fehlt wegen ihres in den Niederlanden gerissenen Kreuzbandes noch länger. Statt dem etablierten Duo sind Adina Hamidovic sowie Spanien-Legionärin Katharina Aufhauser dabei. Bei der EM kamen im Wesentlichen stets dieselben 13 Spielerinnen zum Einsatz. "Der Kader ist natürlich von der Dichte her nicht so wie bei europäischen Spitzenmannschaften", sagte Thalhammer. Er sieht nun auch die restlichen Spielerinnen in der Pflicht. "Ich hoffe natürlich, dass die anderen, die in Holland im Kader waren, ihr Potenzial noch mehr ausschöpfen."

"Keine leichte Gruppe"
Das wird auch nötig sein. Nur die sieben Gruppensieger qualifizieren sich neben Gastgeber Frankreich direkt für die WM-Endrunde im Sommer 2019. Die vier besten Gruppenzweiten ermitteln in zwei Play-off-Runden den letzten europäischen Teilnehmer. Österreichs Frauen treffen in der Qualifikation neben Serbien auf Spanien, Israel und Finnland. Die Gruppe sei keine leichte, betonte Puntigam. "Spanien ist sicher Favorit. Wir hoffen aber, den zweiten Platz zu festigen und die Spanierinnen ärgern zu können."




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Dokument erstellt am 2017-09-18 16:45:05
Letzte nderung am 2017-09-18 22:04:10



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