• vom 25.09.2017, 16:20 Uhr

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Acht innerhalb von Acht




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  • Fußball-Bundesliga: Sturm schwächelt, Rapid pirscht sich nach Nullnummer zwischen Salzburg und Austria heran.

Wien. (may) Das erste Meisterschaftsquartal ist vorüber - und wenn es so weitergeht, könnte der Titelkampf noch eine spannende Angelegenheit werden: Denn nach dem furiosen Start von Sturm Graz mit sechs Siegen in ebenso vielen Spielen ist nach der Länderspielpause plötzlich in der Truppe von Franco Foda der Wurm drin. Zwei Pleiten und ein Remis (0:0 am Samstag gegen Altach, allerdings in Unterzahl) ließen den Fünf-Punkte-Vorsprung auf Double-Sieger Salzburg zusammenschmelzen - auf einen einzigen Zähler.

Doch während auch die Salzburger (wieder einmal) ihre Herbstform suchen und nach der Nullnummer im Sonntag-Spitzenspiel gegen die Austria die Chance auf die Tabellenführung vergaben, pirscht sich still und leise ein alter Bekannter an die Spitze heran: Rapid fehlen nach dem 4:2 über Angstgegner WAC "nur" noch sechs Punkte auf Sturm und fünf auf den Dauer-Rivalen aus Salzburg. Überhaupt klafft zwischen den besten Acht, die innerhalb von acht Punkten liegen, und den Relegationskandidaten Mattersburg (6) und St. Pölten (2) ein riesiges Loch.

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Schub dank
Schobesberger

Das Team der Stunde sind die Hütteldorfer, die nun schon seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen sind und das vergangene Seuchenjahr überwunden haben dürften. Zum einen sind klare Verbesserungen im physischen und spielerischen Bereich erkennbar, sodass Vorsprünge nicht wie zuletzt verspielt werden. "Wir sind jetzt körperlich so fit, haben so viel Selbstvertrauen und sind so gut eingespielt, dass uns das nicht mehr oft passieren wird", sagt Trainer Goran Djuricin. Zum anderen hat das Offensivspiel der Grün-Weißen mit der Rückkehr von Philipp Schobesberger einen ordentlichen Schub bekommen, am Samstag sorgte er für den vierten Treffer. "Man kann den Aufschwung nicht nur an einem Spieler festnageln, aber natürlich bringt er eine gewisse Qualität in die Mannschaft, die vorher nicht da war", erklärte Djuricin lobend.

Auch wenn der Coach auf die Bremse tritt ("Wir wollen nicht übereuphorisch werden"), ist der Ausblick günstig: Mit Mattersburg und St. Pölten warten in den kommenden zwei Runden lösbare Aufgaben, ehe im Derby am 22. Oktober die Chance besteht, den Stadtrivalen zu überholen.

Der durfte am Sonntag die Red-Bull-Arena als gefühlter Sieger verlassen, denn der Auswärtspunkt für die violetten Defensivkünstler war durchaus schmeichelhaft. Mann des Spiels war nicht von ungefähr Austrias Ersatzgoalie Patrick Pentz, der kurzfristig für Osman Hadzikic eingesprungen war. Der 20-Jährige vereitelte ein ums andere Mal Chancen der Salzburger, was ihm ein Sonderlob vom Chef eintrug. "Wir hatten einen hervorragenden Torhüter im Kasten. Er hat ein Riesenspiel gemacht und war heute ein Glücksfall für uns", sagte Thorsten Fink.

Schwierige Aufgaben in
der Europa League

Nicht allzu tragisch nahm es Salzburg-Coach Marco Rose, wiewohl er das Urteil seiner Spieler über ein "verlorenes Spiel" prinzipiell teilte. "Wir müssen genau so weitermachen. Schlimm wäre es, wenn wir nicht zu Chancen kommen würden. Es war eine sehr, sehr ordentliche Leistung meiner Mannschaft, die leider nicht belohnt worden ist." Beide Teams brauchen auch am Donnerstag in der Europa League ordentliche Leistungen, um bestehen zu können - auf Salzburger wartet zu Hause Olympique Marseille, die Austria muss zum griechischen Tabellenführer AEK Athen.




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Dokument erstellt am 2017-09-25 16:24:07



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