• vom 26.09.2017, 16:40 Uhr

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  • Mit Paris Saint-Germain, Bayern München und Juventus Turin haben gleich drei prominente Mannschaften Probleme. Allerdings jeder Klub auf seine eigene Art.

Edinson Cavani (Vordergrund) bejubelt sein Elfertor gegen Celtic Glasgow. - © Lee Smith/Reuters

Edinson Cavani (Vordergrund) bejubelt sein Elfertor gegen Celtic Glasgow. © Lee Smith/Reuters

Paris. (sma) In der Gruppe C steigt am Mittwochabend das Hinspiel des Champions-League-Schlagers zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern im Prinzenpark-Stadion. Leichte Unruhe herrscht in beiden Klubs im Moment. Bei den Bayern tut man sich in der Liga schwerer als geglaubt, und in Paris sind es Ego-Probleme zweier Stars, die für schlechte Stimmung sorgen. Die Münchner starteten für ihre Verhältnisse bescheiden in die neue Bundesliga-Saison. Zum ersten Mal seit 2011 verlor man wieder eines der ersten sechs Saisonspiele, und mit dem 2:2 vom Wochenende im Heimspiel gegen Wolfsburg rechneten nach der 2:0-Pausenführung wohl auch die wenigsten. Aktuell findet man sich in der Tabelle nur auf Rang drei, hinter den starken Dortmundern und Hoffenheimern, wieder. Zu den durchwachsenen Leistungen gesellte sich auch noch Verletzungspech. Der viermalige Welttorhüter Manuel Neuer zog sich beim Abschlusstraining vor dem Ligaspiel vergangene Woche Dienstag einen Haarriss im linken Mittelfuß zu und muss nun bis mindestens Jahresende pausieren. Zurückkehren in die Startelf könnte hingegen David Alaba. Nach seiner Verletzung am Sprunggelenk, die er sich im WM-Qualifikationsspiel gegen Georgien zugezogen hat, steht er seit Montag wieder im vollen Mannschaftstraining.

Verletzungssorgen gibt es auch aufseiten von Paris. Neben dem Argentinier Ángel Di María droht auch 222-Millionen-Mann Neymar auszufallen. Selbst wenn der am rechten Fuß verletzte Brasilianer spielen sollte, herrscht nicht eitel Sonnenschein im Prinzenpark-Stadion. Zwischen dem uruguayischen Stürmer Edinson Cavani und Neymar kam es im Spiel vor eineinhalb Wochen gegen Lyon zu einem Streit. Grund: Beim Stand von 2:0 für Paris wurde ihnen ein Elfmeter zugesprochen, den der Brasilianer schießen wollte, doch der etatmäßige Einserschütze Cavani trat selbst an den Punkt. Am Ende ging der Schuss vorbei, und die Unruhe nahm ihren Lauf. Der Besitzer des sechsfachen französischen Meisters, Nasser Al-Khelaifi, bot daraufhin Cavani eine Million Euro an, um in Zukunft Neymar den Vortritt bei den Strafstößen zu lassen. Dieses Angebot wurde allerdings abgelehnt, und somit muss sich auf dem Platz herausstellen, ob dieser Zwischenfall auch abseits der Standardsituationen auf die Harmonie der beiden Südamerikaner Auswirkungen hat.


Fußball und die Mafia
Der italienische Serienmeister Juventus Turin hat aktuell größere Sorgen als das Spiel in der zweiten Runde gegen Olympiakos Piräus. Auf dem Rasen läuft es wie erhofft, so führt man mit dem Punktemaximum von 18 Zählern die heimische Serie A ex aequo mit Napoli an und hat mit Paolo Dybala den wohl aktuell besten Spieler Europas im Team. Am Wochenende schoss man sich mit dem 4:0-Derbysieg gegen Torino warm für die Griechen, die ihrerseits gegen den Austria-Wien-Gegner vom Donnerstag, AEK Athen, 2:3 verloren. Die Probleme der Turiner liegen abseits des Platzes. Wie schon des Öfteren, so haben sie auch aktuell mit der Justiz zu tun. Diesmal steht Präsident Andrea Agnelli im Mittelpunkt der Ermittlungen. Der Führung des Klubs wird vorgeworfen, der kalabrischen ’Ndrangheta nahestehenden Hooligans Eintrittskarten verschafft oder den Erwerb zumindest nicht verhindert zu haben. Das italienische Sportgericht sperrte Agnelli für ein Jahr, und zusätzlich muss er eine Strafe von 20.000 Euro zahlen. Der Verein beteuerte aber, keine Verbindung zu organisierter Kriminalität zu haben, und kündigte an, in Revision zu gehen.




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Dokument erstellt am 2017-09-26 16:45:05



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