• vom 13.11.2017, 16:04 Uhr

Fußball

Update: 14.11.2017, 08:09 Uhr

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Neustart gegen den ersten Weltmeister




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  • Nach einwöchigem Teamcamp wartet auf die neuformierte ÖFB-Auswahl der erste Härtetest gegen Uruguay.

Geht’s mit ihm wieder aufwärts? Franco Foda bestreitet am Dienstag gegen Uruguay seine Premiere als österreichischer Teamchef.

Geht’s mit ihm wieder aufwärts? Franco Foda bestreitet am Dienstag gegen Uruguay seine Premiere als österreichischer Teamchef.© apa/Jäger Geht’s mit ihm wieder aufwärts? Franco Foda bestreitet am Dienstag gegen Uruguay seine Premiere als österreichischer Teamchef.© apa/Jäger

Wien. (may) Von November-Tristesse keine Spur im Wiener Prater. Ein gut gelaunter, vor Ideen sprühender Teamchef Franco Foda; ein Kapitän (Julian Baumgartlinger), dessen Worte den Zauber des Anfangs glaubwürdig erscheinen und zwei Jahre des Misserfolgs fast spielerisch verfliegen lassen. Einzig der stramme Wind, der von der Hauptallee zum Ernst-Happel-Stadion rüberpeitscht, erinnert dann doch an die triste Bilanz der ÖFB-Auswahl zum Saison-Ausklang: In den vergangenen zehn Jahren gab es beim abschließenden November-Testspiel lediglich einen Sieg (2013/1:0 gegen die USA) bei zwei Remis und gleich sieben Niederlagen. So gesehen wäre es geradezu vermessen, sich am Dienstagabend (20.45 Uhr/ORFeins) von der noch dazu neuformierten ÖFB-Truppe gegen die arrivierte Elf aus Uruguay einen Sieg zu erwarten. Wünschen darf man ihn sich freilich allemal. "Wir wollen gewinnen", verkündete Foda vor seiner Premiere als Teamchef.

Und je näher der Ankick rückte, umso kribbeliger wurde der 51-jährige gebürtige Mainzer, der als Spieler nur zwei Mal in einem Länderspiel die Hymne mitsingen durfte - 1987 kam er unter Franz Beckenbauer zu zwei Einsätzen in der DFB-Auswahl. Nun folgt 30Jahre später das "Land der Berge" von der Trainerbank aus: "Die Nationalhymne wird etwas Außergewöhnliches für mich", sagte Foda, der ansonsten keine Spur von Nervosität bei sich erkannte. "Ich bin entspannt, weil ich ein gutes Gefühl habe. Ich freue mich auf das Spiel und weiß, dass wir gut spielen werden." Diese Hoffnung verbindet er mit jener, dass möglichst viele Zuschauer im Prater zugegen sein werden. Doch dieser Wunsch wird schon einmal nicht erfüllt, waren doch bis Montagmittag nur knapp etwas mehr als 10.000 Karten abgesetzt. Womit diese Kulisse zwar der Novemberkälte, nicht aber dem Hochgefühl innerhalb des Teams und schon gar nicht dem prominenten Gegner gerecht wird. Kapitän Baumgartlinger sieht darin aber erst recht einen Motivationsfaktor: "Es ist unsere Aufgabe, dass wir die Fans mit unserer Spielweise und unseren Ergebnissen wieder ins Boot holen."


Der Leverkusen-Legionär bezeichnete die aktuelle Situation als Neustart für das ÖFB-Team und bemerkte in den vergangenen Tagen beim Teamcamp in Andalusien eine große Einsatzbereitschaft. "Wenn ein neuer Trainer kommt, ist eine ganz andere Intensität da, das war spürbar. Wir wissen, was der Coach von uns verlangt, und hoffen, dass wir es gegen einen wirklich guten Gegner umsetzen können."

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Dokument erstellt am 2017-11-13 16:08:05
Letzte nderung am 2017-11-14 08:09:05



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