• vom 14.11.2017, 22:42 Uhr

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Schmeichelhafter Sieg




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  • Das erste Spiel unter ÖFB-Teamchef Franco Foda endet mit einem 2:1-Erfolg über Uruguay.

Österreich tat sich gegen Uruguay schwer. Im Bild: Moritz Bauer (r.) gegen Edinson Cavani.

Österreich tat sich gegen Uruguay schwer. Im Bild: Moritz Bauer (r.) gegen Edinson Cavani.© Georg Hochmuth/apa Österreich tat sich gegen Uruguay schwer. Im Bild: Moritz Bauer (r.) gegen Edinson Cavani.© Georg Hochmuth/apa

Wien. (art) Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, heißt es, doch nicht selten erweist sich dieser Zauber als Hokuspokus. Das mussten sich auch jene unerschrockenen knapp 12.000 Fans der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gedacht haben, die sich zum Testspiel gegen Uruguay trotz Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt und der überschaubaren sportlichen Relevanz am Dienstagabend, dem 25. Jahrestag des Todes von Ernst Happel, in das nach der heimischen Trainerikone benannte Prateroval verirrt hatten.

Denn nachdem Happels Enkelin Christina den Ehrenanstoß vorgenommen hatte, konnte sich Franco Foda, der jüngste Nachfolger auf der Trainerbank des ÖFB-Teams, nur kurz dem Glauben hingeben, dass seine Mannschaft den beim Trainingslager in Marbella dem Vernehmen nach erworbenen Schwung auch auf dem Spielfeld zeigen würde. Zwar schien zum Einstand von Foda, der Andreas Ulmer in der Verteidigung zu seinem vierten Länderspiel und dem ersten seit 2014 verhalf, zunächst noch alles nach Wunsch zu laufen, als Marcel Sabitzer nach Vorarbeit von Florian Kainz und Guido Burgstaller zum 1:0 verwertete (5.). Danach ging aber bis zum Halbzeitpfiff für seine Mannschaft relativ wenig. Nur fünf Minuten nach der Führung war diese schon wieder dahin: Edinson Cavani sorgte nach einem sehenswerten Doppelpass für den Ausgleich. Heinz Lindner, der nicht ganz unüberraschend wieder im Tor begann, kam bei dem Kopfball des Paris Saint-Germain-Superstars eine Spur zu spät.


Doch auch seine Vorderleute machten ihre Sache kaum besser. Während im Spielverlauf nach vorne die Ideen fehlten, um die gut formierte Abwehr des südamerikanischen WM-Vierten von 2010 zu knacken, passierten der Verteidigung, der neben Ulmer Moritz Bauer, Kevin Danso und Aleksandar Dragović angehörten, dumme Fehler, die gut und gerne zu einem deutlichen Rückstand zur Pause hätten führen können.

In der zweiten Hälfte agierten die Österreicher zwar etwas aggressiver, viel Zählbares schaute lange Zeit aber nicht dabei heraus. Doch als sich viele schon gedacht haben mussten, mit dem 1:1 eh noch gut bedient zu sein, gelang doch noch der erhoffte Sieg: Nach einem Freistoß des eingewechselten Louis Schaub sprang der Ball zunächst kurz vor Martín Silva auf und landete schließlich zum 2:1 für die Österreicher im Tor (87.). Für Schaub war es schon der vierte Treffer bei seinen jüngsten vier Einsätzen - für Foda die Erlösung nach langem Zittern. Und für die Fans die Gewissheit, dass das eher unglücklich verlaufene Länderspieljahr 2017 nun zu Ende ist - auch das für manche zauberhaft.




Schlagwörter

Fußball, ÖFB, Franco Foda

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Dokument erstellt am 2017-11-14 22:47:06



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