• vom 01.12.2017, 18:08 Uhr

Fußball


Fußball-WM

Losglück für Deutschland




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  • WM-Auslosung: Weltmeister in Gruppe mit Mexiko, Schweden und Südkorea - Duell Spanien-Portugal.



Moskau. (may) Es war eine WM-Auslosung, wie man sie alle vier Jahre gewohnt ist: Eine pompöse Show mit Musik- und Tanzeinlagen, jede Menge Prominente, die als Glücksfeen die Kugeln aus den Glastöpfen zogen - und am Ende gab es das obligatorische Losglück für die Deutschen. Denn der Weltmeister bekommt es in der Vorrunden-Gruppe F mit Südkorea, Mexiko und Schweden zu tun. Da musste auch Moderator Gary Lineker, der bekanntlich die andere deutsche Fußball-Konstante aufgestellt hatte ("Am Ende gewinnen die Deutschen"), im Kreml-Palast schmunzeln.

Das Eröffnungsspiel in GruppeA bestreiten Gastgeber Russland und Saudi-Arabien am 14. Juni (Donnerstag, 17 Uhr) im Moskauer Luschniki-Stadion. Ebendort, im 80.000 Zuschauer fassenden Olympiastadion der Spiele 1980, steigt auch das 64. und letzte Spiel des WM-Turniers - am 15.Juli 2018 (17Uhr). Der zuletzt stets in der Vorrunde ausgeschiedene Gastgeber erwischte mit Uruguay, Ägypten und Saudi-Arabien die wohl leichteste Aufgabe aller in Topf eins gesetzten Nationen. Eine echte Todesgruppe wie bei früheren Turnieren gibt es indes nicht: Die am stärksten eingeschätzte ist wohl Gruppe D mit Vize-Weltmeister Argentinien, den starken Kroaten und Isländern aus Europa sowie den Super Eagles aus Nigeria.


Die Vorrundenschlager sind diesmal, auch aufgrund der Absenz von Italien, den Niederlanden und Chile, dünn gesät: Das iberische Derby zwischen Europameister Portugal und Spanien steigt gleich am 15. Juni in der Schwarzmeer-Metropole Sotschi (weitere Gegner: Iran und Marokko); England und Belgien treffen erst zum Abschluss der Gruppe G am 28.Juni in Kaliningrad aufeinander, wenn möglicherweise schon alles entschieden ist (zuvor warten Panama und Tunesien).

Mögliche Achtelfinal-Hits könnten Brasilien gegen Deutschland oder Frankreich gegen Argentinien lauten - falls eines der genannten Teams nicht den Gruppensieg schafft. Danach sind aufgrund des Turnierrasters alle Konstellationen für Semifinale oder Finale möglich.

Von Doping überschattet
Überschattet war die Auslosung jedoch von den omnipräsenten Doping-Anschuldigungen gegen den russischen Sport, die Fußball-Nationalmannschaft miteingeschlossen. Medienberichten zufolge sollen alle 23 Kaderspieler der Sbornaja bei der WM 2014 (Aus in der Vorrunde) gedopt gewesen sein. Der WM-Gastgeber hat nun aber die Forderungen nach verschärften Doping-Kontrollen im Fußball entschieden zurückgewiesen. In diesem Jahr seien auf allen Ebenen rund 30 Proben genommen worden - in der Liga, im Europacup und bei diversen Nationalteams. "Die Existenz eines Manipulationssystems auf staatlicher Ebene ist unmöglich", betonte der für Sport zuständige Vizeregierungschef Witali Mutko am Freitag. Laut Mutko habe die Fifa mitgeteilt, dass in den WM-Proben nichts gefunden worden sei. Tatsächlich stärkte Fifa-Präsident Gianni Infantino den Russen bei dem gemeinsamen Pressetermin den Rücken. "Bisher waren alle Tests, die wir vorgenommen haben, negativ", betonte der Weltverbandschef. Bei der Endrunde soll es allerdings verschärfte Kontrollen geben - und zwar von internationalen Spezialisten.

Infantino stellte außerdem klar, dass die für kommende Woche anstehende Entscheidung des IOC über die Teilnahme Russlands an den Winterspielen in Pyeongchang keinen Einfluss auf die Fußball-WM in Russland habe.

Während sich der Rodel-Weltverband gegen einen Totalausschluss ausgesprochen hat, hat das IOC am Freitag übrigens drei weitere Athletinnen lebenslang gesperrt: Julia Tschekalewa, Anastasia Dozenko (Langlauf) sowie Olga Saizewa (Biathlon).




Schlagwörter

Fußball-WM, Russland, Auslosung

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Dokument erstellt am 2017-12-01 18:11:04



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