London. (rie) Eine Tennis-Saison ist lang - ziemlich lang. Rafael Nadal weiß davon ein Lied zu singen, Andy Murray auch. Und Novak Djokovic - der erst recht. Dem Spitzentrio des Tennissports ist am Ende der Saison die Luft ausgegangen.
Alle drei Spieler hatten in den vergangenen Wochen mit mehr oder weniger großen Wehwehchen zu kämpfen. Murray musste deshalb beim Saisonfinale in London schon die Segel streichen - nach einer Auftaktniederlage gegen den Spanier David Ferrer. Nadal rang sich nach mehrwöchiger Verletzungsauszeit und Magenproblemen zu einem mühevollen Auftaktsieg gegen Mardy Fish, um dann vom Dauerrivalen Roger Federer deklassiert zu werden. Tags darauf kam dann auch die kalte Dusche für den Branchenprimus. Djokovic - zuletzt von Schulterproblemen geplagt - war gegen den wie aufgezogen spielenden David Ferrer völlig chancenlos: 3:6, 1:6.
"Das war das schlechteste Match, das ich diese Saison gespielt habe", konstatierte Djokovic, der Dominator dieses Tennis-Jahres. 33 unerzwungene Fehler beging er in der nur 76 Minuten dauernden Partie. "Ich kann mir nicht erklären, warum ich so schlecht gespielt habe. Es hat einfach nichts geklappt", hielt der Weltranglisten-Erste fest.
Trotz der schmerzlichen Niederlagen hat Djokovic noch alle Chancen auf den Halbfinal-Einzug beim ATP-Masters. Mit einem Sieg am Freitag gegen seinen Landsmann Janko Tipsarevic. Der Nachrücker für den verletzten Andy Murray musste sich am Mittwoch nach vergebenem Matchball nur knapp dem Tschechen Tomas Berdych (6:2, 3:6, 6:7 (6)) geschlagen geben.