Melbourne. (rie/apa) Keine Überraschungen gab es am Mittwoch bei den Australian Open. Novak Djokovic und Andy Murray erreichten ebenso erwartungsgemäß das Halbfinale wie Maria Scharapowa und Petra Kvitova.
Wieder einmal sind die großen Vier des Herren-Tennis vollzählig in die Vorschlussrunde eines Grand-Slam-Turniers vorgestoßen. Nach Rafael Nadal (2) und Roger Federer (3) am Vortag vervollständigten am Mittwoch Novak Djokovic (1) und Andy Murray (4) das Halbfinale. Letztere beiden treffen am Freitag in einer Neuauflage des Vorjahres-Endspiels aufeinander.
Titelverteidiger Djokovic kämpfte in seinem Viertelfinal-Spiel gegen den Spanier David Ferrer zwar mit leichten Oberschenkelproblemen blieb in 2:44 Stunden aber ohne Satzverlust (6:4, 7:6 (4), 6:1).
Djokovic überstand "verdammt schweres Match"
"Es war ein verdammt schweres Match. Ich hatte das Gefühl, dass allein die ersten beiden Aufschlagsspiele eineinhalb Stunden gedauert haben", meinte Djokovic. Schon der erste Satz dauerte 58 Minuten, im zweiten Durchgang droschen Djokovic und Ferrer sogar 76 Minuten lang den Ball übers Netz, ehe er im Tiebreak den ersten Satzball verwertete. Danach ließ sich Djokovic nach Luft ringend auf seinen Stuhl fallen. "Ich hatte das Glück, den zweiten Satz zu überstehen", sagte der Weltranglisten-Erste.
Keine Mühe hatte Andy Murray bei seinem Viertelfinal-Erfolg über den Japaner Kei Nishikori - zuvor Sieger über den franzöischen Weltranglisten-Fünften Jo-Wilfried Tsonga. "Das war ein richtig gutes Match", zeigte sich der Schotte nach dem klaren 6:3, 6:3, 6:1-Erfolg mit sich selbst zufrieden. Und auch Djokovic hat Respekt vor seinem Halbfinal-Gegner: "Andy ist verdammt stark und ist ganz dicht davor, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen."
Scharapowa und Kvitova ohne Satzverlust
Bei den Damen zogen Maria Scharapowa und Petra Kvitova erwartungsgemäß ins Halbfinale ein, womit sich beide die Chance erhielten (ebenso wie die Weißrussin Viktoria Asarenka), nach dem Turnier die Nummer-eins-Position in der Weltrangliste von Caroline Wozniacki zu übernehmen.
Scharapowa setzte sich gegen ihre russische Landsfrau Jekaterina Makarowa, im Achtelfinale Siegerin über Serena Williams, klar mit 6:2, 6:3 durch. Die Tschechin Kvitova blieb, trotz 44 unerzwungener Fehler, gegen die Italienerin Sara Errani mit 6:4, 6:4 erfolgreich. "Petra ist im Moment diejenige, die es zu schlagen gilt. Sie spielt das beste Tennis ihrer Karriere", zollte Scharapowa ihrer Halbfinal-Gegnerin Respekt. Das zweite Halbfinale bestreiten Titelverteidigerin Kim Clijsters und Viktoria Asarenka.