Melbourne. Novak Djokovic hat die Chance auf die Titelverteidigung bei den Australian Open gewahrt. Der serbische Weltranglisten-Erste rang im Halbfinale von Melbourne den Briten Andy Murray nach 4:50 Stunden mit 6:3, 3:6, 6:7 (4), 6:1, 7:5 nieder.
Damit ist das Traumfinale von Melbourne - zumindest der Weltrangliste zufolge, perfekt. Rafael Nadal hatte schon am Vortag den Schweizer Roger Federer in die Knie gezwungen.
"Das war eines der besten Matches, die ich je gespielt habe", freute sich Djokovic nach dem hart erkämpften Erfolg. In dem epischen Marathonduell war es immer wieder der Serbe, der sich einen Vorteil in Form von Breaks (insgesamt durchbrach er Murrays Service elf Mal) verschaffte, Murray zog aber immer wieder gleich - so auch im entscheidenden fünften Satz, als der Schotte, einen 2:5-Rückstand noch einmal wettmachte. Am Ende wurde der Weltranglisten-Vierte, der weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Titel warten muss, aber nicht für seinen Kampfgeist belohnt.
Murray konnte der Niederlage aber auch Positives abgewinnen: "Ich habe viel besser gespielt als vergangenes Jahr."
Das Vorjahres-Endspiel zwischen den beiden war noch eine klare Sache für den Serben gewesen. "Ich glaube, ich habe die Lücke zu den Top-3 geschlossen", befand der Schotte, der seit Kurzem vom ehemaligen Weltranglisten-Ersten Ivan Lendl gecoacht wird. "Mein Job in den nächsten zwei, drei Monaten wird sein, die anderen zu überholen."
Ins Endspiel am Sonntag geht Djokovic, trotz der kürzeren Regenerationszeit, als leichter Favorit. Der 24-Jährige hat die letzten sechs Duelle gegen Nadal, allesamt im Vorjahr und in Endspielen, für sich entschieden. Im Head-to-Head führt der Spanier noch mit 16:13.