Altenberg. Andreas und Wolfgang Linger haben sich am Freitag ihren dritten Weltmeistertitel im Rodel-Doppelsitzerbewerb gesichert. Die Tiroler Brüder setzten sich in Altenberg mit Laufbestzeit in beiden Durchgängen klar vor den deutschen Lokalmatadoren Toni Eggert und Sascha Benecken durch. Bronze ging durch Peter Penz/Georg Fischler (+0,232 Sek.) ebenfalls an Österreich.
"Was uns jetzt wirklich stolz macht ist, dass wir bei drei Großereignissen in Folge den Titel holen konnten", meinte Andreas Linger. Zuvor hatten die beiden Brüder aus Absam in Tirol ihr zweites Olympiagold in Kanada 2010 und im Vorjahr die WM in Cesana (ITA) gewonnen. Vor dem Start am Freitag hatten die Lingers etwas Druck verspürt. "Aber dann waren wir wirklich locker und fokussiert", betonte Wolfgang Linger.
Die Liebe zur Bahn in Altenberg, wo sie vor zehn Jahren bereits ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatten, nannten sie als Begründung für ihren klaren Erfolg.
Nach zwei olympischen Gold-Medaillen und dem inzwischen dritten WM-Titel gehen dem 30-jährigen Andreas und seinem 29-jährigen Bruder die Ziele noch nicht aus. "Wir wollen unbedingt heuer noch den Gesamtweltcup gewinnen", betonte Wolfgang. In dieser Wertung liegen die beiden zwei Rennen vor Schluss mit 580 Punkten 15 Zähler vor ihren schärfsten Rivalen Tobias Wendl/Tobias Arlt (GER) in Front.
Auch die dritte Olympiamedaille in Sotschi 2014 steht auf der Agenda. "Darauf arbeiten wir auch hin. Das ist unser großes Ziel", gab Andreas zu Protokoll. "Und natürlich werden wir nicht nach Sotschi fahren und sagen, wir wollen unter die Top fünf, da lacht uns jeder aus. Wir kämpfen um unser drittes Olympiagold in Folge."
Penz/Fischler krallten sich Bronze
Mit der Sonne um die Wette strahlten auch die beiden Tiroler Peter Penz und Georg Fischler nach ihrer Bronzemedaille. Als Fünfte nach dem ersten Durchgang lagen sie am Ende zwölf Tausendstelsekunden hinter den silbernen Deutschen Eggert/Benecken und sechs vor den viertplatzierten Wendl/Arlt, die als Co-Favoriten in das Rennen gegangen, aber im zweiten Lauf vom zweiten auf den vierten Platz zurückgefallen waren.
"Ich bin sicher, wir freuen uns heute mehr als die Sieger", konnte Penz sich ein Lachen nicht verkneifen. "Unsere erste Medaille bei einem Großereignis. Unglaublich. Darauf haben wir lange hingearbeitet."