• vom 21.03.2012, 16:45 Uhr

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Update: 21.03.2012, 16:49 Uhr
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Die russische Tennisspielerin Alissa Klejbanowa gab nach ihrer Krebs-Diagnose im Vorjahr ein erfolgreiches Comeback

Veränderte Perspektiven



  • Für die ehemalige Top-20-Spielerin beginnt in Miami ihr neues, altes Leben.

Miami.

Nach ihrer schweren Krankheit sieht Alissa Klejbanowa die Dinge ein bisschen anders. "Wenn ich verloren hätte, wäre ich auch nicht wütend gewesen", sagte sie nach ihrem Auftaktsieg in Miami.

Nach ihrer schweren Krankheit sieht Alissa Klejbanowa die Dinge ein bisschen anders. "Wenn ich verloren hätte, wäre ich auch nicht wütend gewesen", sagte sie nach ihrem Auftaktsieg in Miami.© EPA Nach ihrer schweren Krankheit sieht Alissa Klejbanowa die Dinge ein bisschen anders. "Wenn ich verloren hätte, wäre ich auch nicht wütend gewesen", sagte sie nach ihrem Auftaktsieg in Miami.© EPA

(art) Bis zum 15. Juli des vergangenen Jahres war die Russin Alissa Klejbanowa für viele halt auch eine Tennisspielerin. Zwar eine, der man großes Talent und eine erfolgreiche Zukunft prophezeite, aber davon hatte Russland ja genug. Doch seit diesem Datum, es war ihr 22. Geburtstag, hat sich vieles verändert. Klejbanowa erklärte erstmals öffentlich, an Krebs erkrankt zu sein und damit ihre Abwesenheit bei den French Open und in Wimbledon, es war der Beginn eines Leidensweges. Nun scheint sie ihn gemeistert zu haben. Bei ihrem Comeback beim Masters-Turnier in Miami gewann die Russin in der ersten Runde mit 2:6, 6:3, 6:2 gegen die Schwedin Johanna Larsson. Wie auch die österreichische Doppelspezialisten Sandra Klemenschits, die vor einigen Jahren den Krebs bekämpft hat und nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester Daniela 2008 ihr Comeback gab, schaffte nun auch Klejbanowa die Rückkehr in den Profisport nach der niederschmetternden Diagnose.

"Ich werde dieses Spiel nie vergessen", strahlte sie nachher. "Für viele mag es nur eine erste Runde sein, für mich ist es einfach nur großartig, wieder spielen und alle diese Emotionen während eines Tennis-Matches spüren zu können. Wenn ich verloren hätte, wäre ich auch nicht wütend gewesen." Die Perspektiven haben sich eben geändert, nicht aber ihr Optimismus, ihr Kampfgeist und ihre positive Herangehensweise.

"Sport hat geholfen"
"Ich habe zwar gewusst, dass etwas mit mir nicht stimmt, aber so etwas hätte keiner von uns erwarten", erzählt sie rückblickend über das Frühjahr 2011, als sie nach permanenten Schwächegefühlen mit der Diagnose Hodgkin-Lymphom konfrontiert wurde. Es handelt sich um einen bösartigen Tumor des Lymphsystems, bei dem die Prognose verhältnismäßig günstig ist. "Ich habe mich nur darauf konzentriert, alles zu tun, was möglich ist, um wieder gesund zu werden. Dabei hat mir auch der Sport geholfen. Ich bin es von Kind an gewohnt gewesen, hart zu arbeiten und diszipliniert zu sein. Man lernt im Sport, sich Herausforderungen zu stellen", sagt sie.

Die 22-Jährige begab sich nach Italien, wo sie sich den Behandlungen, unter anderem einer Chemotherapie, unterziehen musste. Im Winter wurden die letzten Tests gemacht, die ergaben, dass der Krebs verschwunden war.

Und dann ging alles ganz schnell: Klejbanowa nahm sofort das Training wieder auf ("Es war anfangs körperlich wirklich hart, aber es war so emotional, dass ich gar nicht mehr vom Platz runter wollte") und bekam eine Wild Card für das Masters-Turnier in Miami zugesprochen.

Mit dem Auftaktsieg hat sie nun einen weiteren Schritt zurück geschafft. Doch die nächste Hürde ist in ihrer Landsfrau Maria Kirilenko schon eine höhere. Und Klejbanowa weiß, dass es noch ein weiter Weg ist zu jener Stärke, die ihr schon zwei Turniersiege und kurz vor ihrer Pause den 20. Rang in der Weltrangliste, ihre bisher beste Platzierung, eingebracht hat. "Ich muss mein Spiel noch weiterentwickeln, es wird Zeit brauchen, bis ich wieder auf Topniveau bin", meint sie. "Aber jetzt genieße ich es einfach, wieder dabei zu sein."




Schlagwörter

Tennis, Alissa Klejbanowa

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Dokument erstellt am 2012-03-21 16:38:08
Letzte Änderung am 2012-03-21 16:49:25


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