Innsbruck.

Doch für Thomas Czermin lohnt sich wenige Tage vor den Spielen gegen den EM-Sechsten Slowenien, Tschechien und Griechenland und rund zwei Monate vor den entscheidenden Partien um das Ticket für Spanien auch ein Blick in die Vergangenheit. Denn für den Sportdirektor des Verbandes schließt sich gewissermaßen der Kreis: "Vor drei Jahren haben wir bei diesem Turnier gegen Deutschland gewonnen, das war die Initialzündung für den Höhenflug Österreichs bei der Heim-EM", sagt er.
Dazwischen liegen eine kurze, aber intensive Phase der Euphorie mit dem neunten Platz bei der Europameisterschaft sowie der ersten Teilnahme an einer WM seit 1993, aber auch die Enttäuschung bei der Endrunde in Schweden und die verpatzte EM-Qualifikation. Nun soll die Kurve wieder nach oben zeigen, für Jóhannesson ist die WM das klare Ziel und das Viernationenturnier beziehungsweise der einwöchige Lehrgang, in dem das Team nun steckt, ein wichtiger Schritt dorthin. Natürlich wolle man gegen jeden der Gegner gewinnen, sagt er, "aber letztlich ist es egal, ob wir Erster oder Vierter werden".
Die Zeit soll aber genützt werden, um hinsichtlich der Juni-Spiele als Mannschaft stabiler zu werden, "unser Spielsystem zu lernen und daran zu arbeiten", wie der Teamchef sagt. Vor allem in der Defensive soll die Mannschaft künftig härter und aggressiver auftreten. "Das ist der Trend, das hat man bei der letzten EM in Serbien gesehen." Auch Videoanalysen von Mazedonien stehen in Tirol auf dem Programm, um dann bestens gerüstet in die Play-off-Spiele zu gehen. Auf dem Weg zu einem möglichen neuen Höhenflug soll schließlich nichts dem Zufall überlassen werden.