Ljubljana.

Doch die Zeit ist kurz: Der Flügelspieler der Islanders kam erst am Freitag zum Team, am Sonntag (16.30 Uhr) beginnt gegen die Ukraine schon das Unternehmen Wiederaufstieg in die A-Gruppe. Grabner hat nicht nur die Testspiele nicht absolviert, in denen Österreich je einmal gegen Weißrussland und die Schweiz gewann und einmal verlor, er ist überhaupt das erste Mal bei einer WM dabei.
Team mit Perspektive
Den Großteil der jungen Mannschaft, in der neben ihm noch sieben weitere Debütanten stehen, kennt er nicht, wie er sagt. "Aber ich hoffe natürlich, beim Aufstieg zu helfen", erklärt er. "Vor dem ersten Spiel haben wir noch zwei Trainingseinheiten. Wir müssen versuchen, Michael so schnell wie möglich in die Mannschaft zu integrieren", sagt Viveiros. "Er ist natürlich eine wichtige Verstärkung, aber um Erfolg zu haben, müssen alle gemeinsam arbeiten."
Denn die Aufgabe ist schwer genug: Nach einer Modus-Reform ist die Konkurrenz um die beiden Aufstiegsplätze dichter geworden. Mit den jüngsten drei Versuchen, in denen Österreich zuletzt stets sofort nach dem Abstieg wieder die Qualifikation für die A-Gruppe gelang, könne man die jetzige Situation nicht vergleichen, betont der Neo-Teamchef, dessen primäres Ziel aber sowieso längerfristig ausgerichtet ist. "Alles ist enger zusammen, es gibt keine leichten Gegner mehr", betont er. Der härteste Widerstand wird vom Auftaktgegner sowie von Gastgeber Slowenien erwartet, der zum Abschluss des Turniers wartet. Gegen Großbritannien, Japan und Ungarn ist dagegen Österreich der klare Favorit.
"Müssen gewinnen"
Während Viveiros bemüht ist, die öffentlichen Erwartungen nicht allzu hoch anzusetzen, halten die Teamspieler nichts von falscher Bescheidenheit. "Man kann immer sagen, wir müssen nicht. Aber es will jeder aufsteigen", sagt Routinier Gerhard Unterluggauer. Sein Abwehrpartner Stefan Ulmer formuliert es noch drastischer: "Alles andere als der Aufstieg wäre schöngeredet. Als gutes Team muss man so ein Turnier gewinnen. Das muss unser Ziel sein."