• vom 02.05.2012, 17:53 Uhr

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Update: 02.05.2012, 18:05 Uhr
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Bei der Eishockey-A-WM wird ab Freitag um Medaillen und Olympia-Plätze gespielt

Wider den Heimfluch



  • Finnland und Schweden gehen auf erstes Heim-Gold los.

Wien. Eishockey-Spieler sollen ja dem Aberglauben nicht abgeneigt sein, über die berühmten Play-off-Bärte etwa wurden schon seitenweise Elegien geschrieben. Doch die finnischen und schwedischen Teamspieler sollten sich vor der am Freitag beginnenden A-Weltmeisterschaft nicht zu sehr mit Vorzeichen beschäftigen - sie stehen nämlich für den Welt- und Vizeweltmeister alles andere als gut. Glaubt man der Bilanz, könnte der Eindruck entstehen, es laste so etwas wie ein Heimfluch auf den beiden Teams.

Finnland und Schweden, die als Gastgeber der ersten grenzüberschreitenden WM seit 82 Jahren auftreten, haben noch nie in der Heimat Gold geholt, Weltmeister Finnland blieb in bisher sechs Versuchen sogar ohne eine einzige Medaille. Schweden dagegen hat schon neun Weltmeisterschaften ausgetragen - und sich dabei fünf Mal mit Silber begnügen müssen. Seit Russland 1986 gab es überhaupt keinen Gastgeber, der das Turnier auch gewinnen konnte.

Die üblichen Verdächtigen
Dennoch hofft vor allem Finnland auf eine Wiederholung des Vorjahreserfolges, den man mit einem 6:1 über den skandinavischen Erzrivalen holte und den danach 100.000 Menschen auf den Straßen begeistert feierten. Dem damals 19-jährigen Stürmer Mikael Granlund wurde sogar eine Briefmarke gewidmet, die sein spektakuläres Tor im Halbfinale gegen Russland abbildet, bei dem er hinter dem Tor hervorkurvte, sich den Puck in vollem Tempo auf die Schaufel seines Schlägers legte und im Tor versenkte. Neben Granlund hat Teamchef Jukka Jalonen 14 weitere aktuelle Weltmeister und vier Profis aus der nordamerikanischen NHL in seinem Kader. Schweden wird von den NHL-Spielern Daniel Alfredsson und Henrik Zetterberg angeführt.

Die weiteren Titelkandidaten sind wie üblich Rekordweltmeister Kanada, der zuletzt zweimal hintereinander schon im Viertelfinale ausgeschieden ist, Russland mit Topstar Jewgeni Malkin und Tschechien. Das Quintett hat seit 2005 alle Medaillen unter sich ausgemacht.

Neuer Modus
Während der Kreis der Titelkandidaten also alte Bekannte umfasst, ist der Modus neu. Statt wie bisher in vier Vierergruppen wird die Gruppenphase in zwei Achtergruppen ausgetragen. Die vier erstplatzierten Mannschaften erreichen das Viertelfinale, die Gruppenletzten steigen ab und werden bei der WM 2013 - wieder in Helsinki und Stockholm - durch die Aufsteiger Österreich und Slowenien ersetzt.

Nach der Weltmeisterschaft stehen auch die ersten neun Olympia-Teilnehmer fest, diese Plätze werden nach der Weltrangliste vergeben. Finnland, Schweden, Russland, Tschechien und Kanada haben ihr Ticket nach Sotschi so gut wie sicher, auch die USA sollten dabei sein. Zwischen der Schweiz, Deutschland, Norwegen und der Slowakei wird es voraussichtlich einen Vierkampf um die letzten drei offenen Plätze geben.

Die Mannschaften dahinter müssen in die Qualifikation, wobei Österreich als derzeit 15. der Weltrangliste für die letzte, in drei Vierer-Turnieren ausgetragene Qualifikationsphase gesetzt ist.




Schlagwörter

Eishockey, Eishockey-WM

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-02 17:20:03
Letzte Änderung am 2012-05-02 18:05:20


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