• vom 12.05.2012, 16:17 Uhr

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Update: 13.05.2012, 09:34 Uhr
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Brite wurde wegen Spritmangels an die letzte Stelle der Startaufstellung gereiht

Hamilton - Dominator und Pechvogel



  • Rätselraten bei Red Bull.

Lewis Hamilton (McLaren Mercedes) geht beim Spanien-GP von der letzten Position ins Rennen. - APAweb / EPA

Lewis Hamilton (McLaren Mercedes) geht beim Spanien-GP von der letzten Position ins Rennen. APAweb / EPA

Montmelo/Barcelona. Ein Schiedsspruch hat am Samstag das Qualifying für den Formel-1-Grand-Prix von Spanien entschieden. Ex-Weltmeister Lewis Hamilton verlor seine Pole Position, weil er seinen McLaren mit zu wenig Sprit an Bord nach Bestzeit nicht zurück an die Box brachte. Stattdessen nimmt das Rennen am Sonntag (14.00 Uhr/live ORF eins, RTL und Sky) Sensationsmann Pastor Maldonado im Williams von Startplatz eins aus in Angriff.

Hamiltons gesamtes Quali-Ergebnis wurde von den Sportkommissären des Automobil-Weltverbandes (FIA) am Abend gestrichen - mehr als vier Stunden nach Ende des Zeittrainings. Der 27-jährige Engländer darf das Rennen zwar vom letzten Startplatz aus in Angriff nehmen, verliert aber die 22. Pole seiner Karriere und damit wohl auch die Chance, die WM-Führung zu übernehmen.

Vettel auf Rang sieben
Mit vier Punkten Rückstand ist Hamilton erster Verfolger von Spitzenreiter Sebastian Vettel, der durch die Disqualifikation seines Rivalen auf Startplatz sieben nach vorne rutschte. Die erste Startreihe bekleiden Maldonado und Lokalmatador Fernando Alonso im Ferrari. Dahinter stehen die beiden Geheimfavoriten Romain Grosjean und Kimi Räikkönen im Lotus. Keines der beiden Topteams Red Bull und McLaren ist in den ersten drei Reihen vertreten.

Hamilton, bisher in allen vier Saisonrennen in der ersten Startreihe, distanzierte Maldonado in seiner schnellsten Runde um 0,578 Sekunden. Kurz nach der Zieldurchfahrt stellte der WM-Zweite sein Auto auf Anweisung des Teams aber neben der Strecke ab. Das Regulativ besagt, dass nach der Rückkehr an die Box noch mindestens ein Liter Sprit für eine Probe bereitstehen muss. Nur bei "höherer Gewalt" muss das Auto nicht zurückgebracht werden.

McLaren spricht von menschlichem Versagen
"Wir akzeptieren, dass die Sportkommissäre unserer Interpretation von höherer Gewalt nicht zugestimmt haben", erklärte McLaren in einer Stellungnahme. "Unser Ziel ist es nun, unsere Punkteausbeute zu maximieren." Das Team argumentierte die zu geringe Spritmenge mit menschlichem Versagen. Ein Mitarbeiter habe einfach zu wenig Sprit eingefüllt, erklärte McLaren-Sportdirektor Sam Michael vor der Kommission. Diese Argumentation war zu wenig.

"Regel ist Regel", sagte Hamilton mit finsterer Miene. Ironischerweise wurde der Sprit-Paragraf (Artikel 6.6.2 des technischen Regulativs) sogar wegen des Briten eingeführt, nachdem es 2010 in Kanada einen ähnlichen Vorfall gegeben hatte. Laut McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh seien 1,3 Liter Benzin aus Hamiltons gestopptem Auto entnommen worden. Für eine ganze Runde benötigt man laut Experteneinschätzung deren zwei.




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Dokument erstellt am 2012-05-12 16:18:13
Letzte Änderung am 2012-05-13 09:34:24


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