• vom 26.05.2012, 21:11 Uhr

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Update: 26.05.2012, 21:18 Uhr
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Sogar Ausschluss hatte gedroht

Formel 1: Barcelona-Held Maldonado in Monaco zu heißblütig



  • Venezolaner nach Crash und Getriebewechsel Letzter in Startaufstellung.
  • "Alter Hund" Schumacher gab mit Bestzeit Lebenszeichen.

Monaco. Beim Williams-Formel-1-Team ist immer etwas los. Nach dem Sensationssieg in Spanien und dem anschließenden Boxenfeuer sorgte Barcelona-Held Pastor Maldonado am Samstag in Monaco für Aufregung. Für seine Kollision mit dem Mexikaner Sergio Perez sowie einem anstehenden Getriebewechsel wird der Venezolaner in der Startaufstellung für das Rennen am Sonntag um gleich 15 Plätze nach hinten versetzt. Als Tages-Neunter bedeutet das voraussichtlich den letzten Startplatz.

Damit hat sich "Heißsporn" Maldonado knapp zwei Wochen nach seinem unerwarteten Premierensieg in Spanien nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die Kollision mit Perez im Freien Training könnte durchaus einen lateinamerikanischen Hintergrund gehabt haben, denn der Mexikaner hatte kurz davor dem heranbrausenden Maldonado auf dem engen Straßenkurs die "Tür zugemacht".

Laut den Rennkommissaren, denen in Monaco auch der englische Ex-Weltmeister Nigel Mansell angehört, war Maldonado daraufhin "absichtlich" in den Sauber von Perez gefahren. Maldonado wies allerdings entschieden von sich, dass die deutliche Lenkbewegung nach innen eine Berührung zum Ziel gehabt hätte.

Dem nicht genug, verursachte Maldonado in der Folgerunde auch noch einen Unfall, weshalb nun auch noch das Getriebe gewechselt werden muss. "Schade drum, das Auto wäre heute gut genug für Platz drei gewesen", bedauerte der österreichische Williams-Miteigentümer Toto Wolff.

Der Versuch, die Strafe abzumildern, blieb ohne Erfolg. Vielmehr hatte man dem nach einem haarsträubenden GP2-Vorfall vor einigen Jahren "vorbestraften" Maldonado angedroht, ihn überhaupt vom Prestige-Rennen auszuschließen.

Das Ganze ergab damit nicht nur an der Spitze, sondern auch ganz am Ende der Startaufstellung des 70. Monaco-Grand-Prix eine interessante Situation. Weil später auch Perez gleich im ersten Qualifikationsabschnitt seinen Sauber früh kaputt gefahren hatte, werden die beiden Heißsporne am Sonntag nebeneinander aus der letzten Reihe starten.

"Alter Hund" Schumacher gab mit Bestzeit Lebenszeichen
"Dass der alte Hund hier in Monaco Pole holt, ist sensationell!" Auch der dreifache Formel-1-Champion Niki Lauda zog am Samstag seine rote Kappe vor der Leistung von Michael Schumacher in Monaco. Der 43-jährige Deutsche hatte kurz davor mit der Qualifikations-Bestzeit für das bisherige Highlight seiner zweiten Karriere gesorgt. Auch wenn der Mercedes-Pilot wegen einer Strafe am Sonntag nicht von ganz vorne in den 70. Monaco-Grand-Prix starten darf.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-26 21:13:41
Letzte Änderung am 2012-05-26 21:18:15


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