• vom 05.09.2012, 16:53 Uhr

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Update: 06.09.2012, 15:14 Uhr
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Ein Jahr nach der Euro hat sich Österreichs Volleyball positiv entwickelt

Die EM, ein Berg



  • Mehr Legionäre, mehr Selbstvertrauen - dennoch wird die Qualifikation schwierig.

Wien. (art) Österreichs Volleyball-Teamchef Michael Warm ist ein ruhiger Mensch, er wählt seine Worte mit Bedacht und versucht, die Dinge so zu beschreiben, dass jeder eine Vorstellung bekommt. Bilder sind da manchmal ein probates Mittel. Also sagt er: "Wir stehen vor einem hohen Berg, von dem wir nicht sagen können, dass wir einfach so drübersteigen. Aber jeder weiß, dass der Weg auf den Berg hinaufführt."

Hinauf an die Spitze lautet das Motto von Volleyball-Teamchef Michael Warm. Auch wenn der Weg noch weit ist.

Hinauf an die Spitze lautet das Motto von Volleyball-Teamchef Michael Warm. Auch wenn der Weg noch weit ist.© APA/HELMUT FOHRINGER Hinauf an die Spitze lautet das Motto von Volleyball-Teamchef Michael Warm. Auch wenn der Weg noch weit ist.© APA/HELMUT FOHRINGER

Der Berg steht in diesem Fall in Dänemark, dort findet 2013 die nächste Volleyball-Europameisterschaft statt, und dorthin wollen Österreichs Herren kommen. Vor einem Jahr waren sie schon auf dem EM-Berg, allerdings haben sie sich nicht sportlich qualifiziert, sondern sind quasi bequem mit der Gondel hinaufgeführt worden. Als Gastgeber war man fix bei der Euro. "Das nächste Ziel muss die Qualifikation aus eigener Kraft sein", sagt Warm. Doch der Deutsche ist auch realistisch genug, um zu wissen, wie schwierig die Aufgabe wird. Am Donnerstag (18 Uhr/ORF Sport+) startet seine Mannschaft im Wiener Budocenter gegen Mazedonien in das Qualifikationsturnier, am Freitag und Samstag stehen noch die Spiele gegen Kroatien und Tschechien auf der Agenda, ehe die Qualifikation von 13. bis 16. September in Ostrava fortgesetzt wird.

Gute Tests
Nur der Gesamtsieger ist fix in Dänemark dabei, der Zweite bekommt im Mai des kommenden Jahres die Chance in den Play-offs. "Es ist noch ein Grenzbereich, ob wir es schaffen", sagt der Teamchef. Dass das erste Spiel gegen Mazedonien - dessen Reinerlös unter dem Motto "Volleyballern gegen Krebs" krebskranken Kindern zugutekommt - stattfindet, könnte ein kleiner Vorteil sein. Bei einem guten Start gegen einen Gegner, der "in etwa auf unserem Niveau ist, aber vielleicht nicht ganz ausgewogen besetzt", ist auch gegen die höher einzuschätzenden Kroaten und Tschechen einiges möglich. Denn dass die Mannschaft sich durchaus auch mit starken Nationen messen kann, hat sie in der Vorbereitung mit zwei Siegen gegen Montenegro und zwei knappen 2:3-Niederlagen gegen Ex-Europameister Spanien gezeigt. "Ich bin sehr zufrieden mit unseren momentanen Leistungen", sagt Aufspieler Oliver Binder. "Auch wenn es gegen Spanien knapp nicht gereicht hat - das Gewinnen haben wir uns halt für die Qualifikation aufgehoben."

Mehr Legionäre
Der 27-Jährige hat vor kurzem beim deutschen Erstliga-Klub CV Mitteldeutschland unterschrieben und ist einer von acht Teamspielern, die in der kommenden Saison im Ausland spielen werden. Diese Entwicklung sei auch der größte Unterschied zu damals, als Warm sein Amt vor drei Jahren angetreten ist. Zum Zeitpunkt der EM 2011, bei der die Österreicher noch überfordert wirkten und trotz Teilerfolgen im Vorfeld noch die nötige Routine im Ernstfall vermissen ließen, war in Philipp Schneider nur ein einziger Österreicher in einer ausländischen Liga tätig.




Schlagwörter

Michael Warm, Volleyball

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-05 16:59:07
Letzte Änderung am 2012-09-06 15:14:30


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