Valkenburg.

Zwar hatte auch Titelverteidiger Tony Martin aus Deutschland heuer ein schwieriges Jahr samt Kahnbeinbruch bei der Tour de France und Olympia-Strapazen, doch wer sonst war von den Spitzenfahrern noch übrig, der ihm den Titel hätte streitig machen können?
Als dementsprechend großer Favorit ging der 27-Jährige am Mittwoch in das Rennen über 45,7 Kilometer von Heerlen nach Valkenburg in den Niederlanden. Dass es am Ende doch noch einmal spannend wurde, war dem erst 22-jährigen Taylor Phinney aus den USA geschuldet, der, nachdem etwa auch Alberto Contador schon aussichtslos zurücklag, Martin als Einziger Paroli bieten konnte. Doch der Favorit, der davor Olympia-Silber und bei dieser WM das neugeschaffene Teamzeitfahren der Profirennställe mit Omega Pharma-Quick gewonnen hatte, setzte sich schließlich durch. Mit einem Schnitt von fast 47 Stundenkilometern war er um 5,37 Sekunden schneller im Ziel als der junge US-Amerikaner. Der österreichische Debütant Riccardo Zoidl erreichte mit 2:57,27 Minuten Rückstand den guten 14. Rang.
Der abschließende Höhepunkt der WM ist das Straßenrennen am Sonntag. Und da sind dann - neben den Österreichern Matthias Brändle, Stefan Denifl und Daniel Schorn - auch wieder Wiggins und Froome dabei.