Innsbruck/Dornbirn.

Obwohl sich die beiden Aufsteiger in den unteren Tabellenregionen wiederfinden, sind die Verantwortlichen bisher zufrieden. Bis Freitag haben beide Teams ihre einzigen Punkte im direkten Duell geholt, Dornbirn gewann in der zweiten Runde mit 6:5 nach Verlängerung in Innsbruck. "Es ist auf jeden Fall das Potenzial da, mitzuspielen", sagt Günther Hanschitz, der Obmann der Tiroler. Ähnliches hört man von Alexander Kutzer, General Manager von Dornbirn: "Wir sind sehr zufrieden. Man darf nicht vergessen, dass wir vor drei Monaten noch nicht einmal eine Mannschaft hatten."
"Ein Erfolg, wenn die schwarze Null steht"
Darin liegt schon einer der großen Unterschiede zwischen den beiden Klubs. Denn während die Innsbrucker ihren Kader von 16 Spielern aus der Region und Routinier Aaron Fox schlicht um sieben Legionäre und Tormann Patrick Machreich erweiterten, verpassten sich die Dornbirner fast eine komplett neue Mannschaft. Neben zwölf Legionären kamen noch vier Österreicher zu den Vorarlbergern. Kutzer bezeichnet sein Team als Profitruppe. Bei Innsbruck sind dagegen bis auf die Legionäre alle Spieler neben dem Eishockey berufstätig. "Da sind wir die Einzigen in der Liga", sagt Hanschitz.
Der Großteil dieser Mannschaft hat in der vergangenen Saison den Meistertitel in der zweitklassigen Nationalliga geholt. Nachdem der österreichische Verband einem Umstieg in die italienische Serie A die Zustimmung verweigert hatte, entschloss sich Innsbruck nach drei Jahren Nationalliga zur Rückkehr in die EBEL. Hilfreich bei dieser Entscheidung war vor allem die finanzielle Unterstützung, die Liga und Verband den beiden Neulingen aufgrund der langen Auswärtsfahrten zusagten. Die Innsbrucker absolvieren dazu die am weitesten entfernten Auswärtsspiele jeweils im Doppelpack. So geht es am Sonntag von Wien nach Znojmo in Tschechien. Einerseits, um Kosten zu sparen, andererseits, um die berufstätigen Spieler einsetzen zu können.