• vom 28.09.2012, 10:25 Uhr

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Update: 28.09.2012, 18:03 Uhr
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Mercedes verlängert Vertrag mit Michael Schumacher nicht - Karriere vor Ende

Don't look back in Anger



  • Hamilton wechselt zu Mercedes.

Stuttgart. (art) Das zweite Mal begann mit einem Anruf. Es war kurz vor Weihnachten im Jahr 2009, als Ross Brawn, alter Kumpel Michael Schumachers und Wegbegleiter bei allen sieben WM-Titeln des Rekord-Weltmeisters, bei diesem klingelte. Brawn war gerade Teamchef des neuen Mercedes-Rennstalls geworden und hatte eine spektakuläre Idee: "Michael, du bist doch eh auch drei Jahre nach deinem Rücktritt nicht von der Formel 1 losgekommen, komm zu uns, wir bauen was ganz Großes auf, wir werden quasi das deutsche Nationalteam in der Formel 1, und da wärst du genau unser Mann." So oder so ähnlich muss es sich zugetragen haben, als Brawn dem damals 40-Jährigen sein Anbot unterbreitete. Jedenfalls zögerte Schumacher nicht lange und gab am 23. Dezember sein Comeback bekannt.

Die Karriere geht wohl zu Ende. Michael Schumacher verlässt mit Jahresende Mercedes.

Die Karriere geht wohl zu Ende. Michael Schumacher verlässt mit Jahresende Mercedes.APAweb / Reuters, Max Rossi Die Karriere geht wohl zu Ende. Michael Schumacher verlässt mit Jahresende Mercedes.APAweb / Reuters, Max Rossi

Er erzählte von seiner freudigen Erregung, davon, dass das Alter keine Rolle spiele, dass er "herumhüpfe wie ein Zwölfjähriger", von seinem Ziel, wieder um WM-Titel mitzukämpfen ("Einfach nur mitzufahren ist nicht mein Stil") und vom Funkeln in seinen Augen, das auch die letzten Bedenken seiner Frau im Nu weggefegt hätte. Doch heute, knappe drei Jahre später, muss man sagen: Das Projekt ist gründlich gescheitert, zumindest gemessen an den eigenen überambitionierten Ansprüchen. Und zuletzt hat man es auch nicht mehr so oft gesehen, dieses Funkeln. Schumacher hat seit seinem Comeback erst einen Stockerlplatz, dafür aber massenhaft Kritik eingefahren. Sein Blackout in Singapur, als er einen kapitalen Auffahrunfall produzierte - unerklärlich angesichts seines von früher bekannten Perfektionismus - war ein weiterer Höhepunkt in einer Serie an Pleiten, Pech und Pannen. Und sie schürte die Diskussionen darüber, ob Schumacher, jetzt 43 Jahre alt, den Ansprüchen der Formel 1 noch gewachsen ist. Am Freitag erklärte Mercedes mit der Bekanntgabe der Verpflichtung von Lewis Hamilton die Debatte für beendet - und damit wohl auch Schumachers Karriere. Zwar schloss er nicht dezidiert aus, sich um ein neues Team umzuschauen - "Das ist heute einfach kein Thema", erklärte seine Managerin Sabine Kehl -, wahrscheinlich ist sein Verbleib in der Formel 1 aber nicht. Für Mercedes wird er jedenfalls am 25. November in São Paulo sein letztes Rennen bestreiten. Danach wird er (so nichts dazwischenkommt) 307 Grand-Prix-Einsätze abgespult haben.

Lauda in Führungsrolle

Lewis Hamilton (links) verlässt McLaren. Ersetzt wird er durch Sergio Perez (rechts).

Lewis Hamilton (links) verlässt McLaren. Ersetzt wird er durch Sergio Perez (rechts).APAweb / Reuters, Christinne Muschi Lewis Hamilton (links) verlässt McLaren. Ersetzt wird er durch Sergio Perez (rechts).APAweb / Reuters, Christinne Muschi




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Dokument erstellt am 2012-09-28 10:27:25
Letzte Änderung am 2012-09-28 18:03:04


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