• Artikel vom 13.06.2011, 17:54 Uhr

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Dirk Nowitzki führt Dallas zum NBA-Titel und veredelt seine Karriere

Der Titel als Krönung


  • 105:95-Sieg entscheidet Serie gegen Miami Heat.
  • Erster Titel für Team und Nowitzki.
  • Miami. Ganze 1117 NBA-Spiele hat Dirk Nowitzki auf die Erfüllung seines großen Traumes warten müssen. Am späten Sonntagabend (Ortszeit) in Miami war es so weit: Mit den Dallas Mavericks sicherte er sich mit einem 105:95-Sieg über die Miami Heat im sechsten Finalspiel erstmals in seiner Karriere den NBA-Titel.

Zudem wurde der Deutsche als erst zweiter Europäer nach dem Franzosen Tony Parker (2007) als wertvollster Spieler der Finalserie ausgezeichnet. Nachdem der Triumph feststand, war Nowitzki sofort in der Kabine verschwunden. Er gab zu, "ein bisschen geheult" zu haben, ehe er aufs Parkett zurückkehrte. Im ersten Interview bezeichnete der Deutsche den Titelgewinn als "unglaublich" und nicht in Worte zu fassen. Dabei hatte Nowitzki am Sonntag keinen überragenden Tag, in der ersten Halbzeit erzielte er nur drei seiner insgesamt 21 Punkte. Erfolgreichster Scorer war Jason Terry mit 27 Zählern. Er hatte wie Nowitzki schon 2006 für Dallas gespielt, als die Mavericks Miami in der Finalserie mit 2:4 unterlegen waren.

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Dallas verspielte damals eine 2:0-Führung, als "zu weich" wurde Nowitzki bezeichnet. Er sei keiner, der eine Mannschaft führen könne. Nowitzki hat seine Kritiker nun endgültig widerlegt, er ist der Kopf der Mavericks und wird in der Millionen-Stadt Dallas verehrt wie kein anderer.

Ein echter Teamspieler

Seine gesamte NBA-Karriere verbrachte er bei jenem Team, das er nun zum ersten Titel der Geschichte führte. Der 33-Jährige gilt als absoluter Teamspieler. Er verzichtete im vergangenen Sommer für seinen neuen Vierjahresvertrag auf 16 Millionen US-Dollar (11,05 Millionen Euro), damit sich die Texaner verstärken konnten. Dennoch galten in der Finalserie die Heat als Favoriten, sie hatten im vergangenen Sommer aufgerüstet. LeBron James und Chris Bosh wurden nach Miami geholt, um den Titel gemeinsam mit Dwyane Wade zum zweiten Mal in den Süden Floridas zu holen. Für James war es schließlich die zweite Finalniederlage nach 2007 mit den Cleveland Cavaliers.

Nowitzki dagegen krönte seine herausragende Karriere, in der bisher die Finalteilnahme 2006 und mit dem Nationalteam WM-Bronze 2002 sowie die Olympia-Teilnahme 2008 die Highlights waren. Nun gilt der Würzburger endgültig als einer der größten seines Sports. Die Boston-Legende Larry Bird meinte zuletzt sogar, es sei eine Ehre für ihn, mit dem Deutschen verglichen zu werden - nicht etwa umgekehrt.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2011-06-13 17:54:29
Letzte Änderung am 2011-06-13 17:54:00


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