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Update: 24.02.2016, 11:05 Uhr

Ski nordisch

"Teresa kann um Medaillen mitlaufen"




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Von Heiner Boberski

  • Loipenlegende Alois Stadlober im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" zur Lage des heimischen Skilanglaufs.

1999 war Alois Stadlober in der Ramsau Teil des österreichischen Erfolgsteams. Nun leitet er dort das Sportzentrum.

1999 war Alois Stadlober in der Ramsau Teil des österreichischen Erfolgsteams. Nun leitet er dort das Sportzentrum.© apa/Barbara Gindl 1999 war Alois Stadlober in der Ramsau Teil des österreichischen Erfolgsteams. Nun leitet er dort das Sportzentrum.© apa/Barbara Gindl

Ramsau. In drei Jahren, 2019, ist Seefeld Austragungsort der nordischen Ski-WM. Wird das rot-weiß-rote Langlauf-Team dort annähernd an die Erfolge bei der jüngsten Heim-WM - 1999 in der Ramsau am Dachstein - anschließen können? Alois Stadlober, damals Vizeweltmeister über zehn Kilometer klassisch und Mitglied der Gold-Staffel, ist skeptisch. An seinem heutigen Arbeitsplatz, der direkt an der Stätte seiner größten sportlichen Erfolge liegt, hat er einen guten Überblick über den Skilanglauf in Österreich. Im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" setzt Stadlober, der mit der ehemaligen Slalom-Weltcupsiegerin Roswitha Steiner verheiratet ist, im Hinblick auf 2019 vor allem in seine Tochter Hoffnungen: "Teresa kann um Medaillen mitlaufen."

"Wiener Zeitung": Warum hat der Skilanglauf in Österreich so viel an Bedeutung verloren?


Alois Stadlober: Dazu haben sicher die schneearmen Winter beigetragen. Es machen auch immer weniger Vereine Nachwuchsarbeit, und der Ausdauersport ist ein langer, beschwerlicher Weg und nicht für alle gemacht. Und natürlich ist es ein Wahnsinn, wie seit 2002 mit der Blutbeutelaffäre in Salt Lake City, dann mit Turin 2006, dann mit dem Fall Dürr 2014 und zuletzt mit dem Fall Wurm das Image unseres Sports abgestürzt ist, darüber brauchen wir gar nicht zu reden. Das war auch sicher nicht dienlich für die Nachwuchsarbeit. Obwohl es bei uns gar nicht so viele Langläufer gibt, wurden bei Dopingkontrollen dauernd Österreicher erwischt. Zum Spitzensport hat sich eine seltsame Einstellung entwickelt: Hast du Erfolg, musst du gedopt sein, hast du keinen, bist du ein fauler Wappler.



In Österreich dominiert derzeit anscheinend die Familie Stadlober. Bei den Damen Ihre Tochter Teresa, zu den besten Herren gehört Ihr Sohn Luis . . .

Luis ist gut im Sprint und in der Klassik-Technik, aber Österreichs mit Abstand stärkster Läufer ist sicher Bernhard Tritscher, der mit einem sechsten Rang über 15 Kilometer bei der WM 2015 in Falun und einem siebenten Platz im Sprint bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi gezeigt hat, dass er unter die ersten Zehn skaten kann.

Als Teresas großes Ziel gilt die Heim-WM 2019 in Seefeld. Was kann sie dort erreichen?

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Dokument erstellt am 2016-02-23 16:56:07
Letzte ─nderung am 2016-02-24 11:05:05



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