• vom 14.02.2017, 20:58 Uhr

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Millionen-Klage gegen Armstrong




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  • Regierung fordert Schadenersatz von früherem Rad-Star.

Lance Armstrong kommt in Bedrängnis.

Lance Armstrong kommt in Bedrängnis.© ap/Michael Paulsen Lance Armstrong kommt in Bedrängnis.© ap/Michael Paulsen

Washington. Vier Jahre nach seinem Dopinggeständnis droht Lance Armstrong neues Ungemach: Eine Gerichtsentscheidung in Washington hat in der Nacht auf Dienstag den Weg für ein Verfahren gegen den früheren US-Radstar freigemacht. Armstrong und dem Teambesitzer Tailwind Sports droht eine Strafe von fast 100 Millionen Dollar, weil man die Regierung betrogen hat, indem von 1995 bis 2004 trotz Dopings Millionen Dollar an Sponsorgeld von der staatlichen Post angenommen wurden.

Armstrongs Anwälte kämpften vergebens um eine Einstellung des Verfahrens, die man mit dem Argument erwirken wollte, das US Postal Service hätte durch die Sponsortätigkeit keinen Schaden erlitten, sondern im Gegenteil davon profitiert. Die Regierung legte jedoch Schätzungen von 1,5 Milliarden Pressemeldungen vor, die die US-Post seit Einbringen der Klage 2010 mit Armstrongs Doping in Verbindung bringen. Ein Richter im District of Columbia entschied laut einem Bericht auf cyclingnews.com nun, dass eine Jury über den wahren Schaden entscheiden müsse.


Tailwind Sports hatte 32,267 Millionen Dollar zwischen 2000 bis 2004 erhalten, die Jury könnte eine Schadenersatzzahlung über den dreifachen Betrag, also 96,801 Millionen (rund 91 Millionen Euro), festsetzen. Armstrongs Ex-Teamkollege Floyd Landis hatte die Klage 2010 eingebracht, und die Regierung hatte sich angeschlossen, nachdem Armstrong 2013 umfassendes Doping gestanden hatte. Kronzeuge Landis, der selbst einst des Dopings überführt worden war und deshalb seinen Tour-de-France-Titel 2006 verloren hatte, könnte bis zu einem Viertel dieser Summe erhalten.

Armstrong musste schon bisher seit seinem Dopinggeständnis finanzielle Einbußen hinnehmen, zahlreiche Sponsoren haben sich von ihm abgewendet. 2015 hat der Texaner einen anderen Rechtsstreit mit seinem ehemaligen Sponsor SCA Promotions verloren und musste rund zehn Millionen Dollar Schadenersatz zahlen.




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Dokument erstellt am 2017-02-14 17:02:05



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