• vom 20.03.2017, 16:04 Uhr

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  • Stefan Kraft will nach Weltrekord und Raw-Air-Sieg in Planica nachlegen.

In Norwegen segelte Stefan Kraft zum Weltrekord und damit einem Meilenstein in seiner Karriere. In Planica soll es in der Tonart weitergehen. - © Terje Bendiksby/ap

In Norwegen segelte Stefan Kraft zum Weltrekord und damit einem Meilenstein in seiner Karriere. In Planica soll es in der Tonart weitergehen. © Terje Bendiksby/ap

Vikersund. (art/apa) Der eine war "stinksauer", der andere konnte sein Glück kaum fassen. Denn dass auch dieses ein bisschen mitgespielt hatte, als der vor dem letzten Bewerb Führende in der Raw-Air-Wertung, Andreas Wellinger, ausgerechnet beim finalen Flug bei schwierigen Bedingungen bei 166 Metern abstürzte, Stefan Kraft also ein mäßiger Satz auf 215 Meter sowie der fünfte Tagesrang in Vikersund noch zum Gesamtsieg reichte, verneinte Letzterer nicht. "Ich habe gedacht, ich bin Zweiter. Wir sind beide am Schluss etwas nervös geworden", sagte der Salzburger über sich selbst und seinen deutschen Konkurrenten, der sich in der Gesamtabrechnung auch noch vom polnischen Tagessieger Kamil Stoch überholen lassen musste.

Kraft gegen Stoch - so lautet nun auch das Duell um den Gesamtweltcupsieg sowie um die kleine Kristallkugel für den Skiflug-Weltcup beim finalen Showdown am Wochenende in Planica. Nach einem gemütlichen Gläschen am Sonntagabend - einen wohl eher geringfügigen Teil seiner Raw-Air-Siegerprämie von 60.000 Euro gab Kraft für Getränke für das Team aus - will der 23-Jährige nun einige Tage in der Heimat ausspannen, ehe es nach Planica geht.


"Voll im Fliegen drin"
Schließlich haben die vergangenen zehn Tage physisch ("Die Oberschenkel waren schon etwas hart, wir waren lange unterwegs") sowie psychisch Substanz gekostet, wie er danach einräumte. Zeit zum Genießen habe es während der Tournee jedenfalls nicht gegeben. "Es ist super gelaufen, aber man merkt es gar nicht so. Man ist jeden Tag auf der Schanze, es geht immer um die Wertungen", sagte Kraft. Dennoch bewertete er die neue Serie naturgemäß positiv. "Es war eine Mega-Tournee, geil, dass ich sie gewonnen habe." Das gute Gefühl will Kraft nun auch ins slowenische Skiflug-Mekka mitnehmen, schließlich hat er in Vikersund abermals seine Stärke auf den großen Bakken unter anderem mit dem Weltrekordflug auf 253,5 Meter am Samstag unter Beweis gestellt. "Wir sind jetzt voll im Skifliegen drinnen, für dieses Finale braucht man sich nicht extra zu motivieren", sagte Kraft, der in Planica seine hervorragende Saison, in der er neben der Raw-Air-Wertung auch zwei Mal Gold bei den Weltmeisterschaften gewonnen hat, mit seinem ersten Gesamtweltcupsieg sowie seiner ersten kleinen Kugel im Fliegen krönen will.

Stoch in Lauerstellung
"Ich weiß genau, was ich zu tun habe und dass ich momentan sehr gut skifliegen kann. Planica wird natürlich sehr spannend. Es ist dort von der Stimmung her immer sehr cool, und die Schanze taugt mir." Freilich schläft auch die Konkurrenz nicht: Stoch lauert in der Gesamtwertung mit 31 Punkten Rückstand, im Disziplinenweltcup 56 Punkte hinter Kraft und hat in Vikersund ebenso wie der Tageszweite, Evergreen Noriaki Kasai, sowie der drittplacierte Michael Hayböck starke Form gezeigt. Und dann wäre da noch Wellinger: Nach seinem Pech von Vikersund brennt er besonders auf Revanche.




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Dokument erstellt am 2017-03-20 16:09:16



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