• vom 19.05.2017, 18:29 Uhr

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Thiem besiegt Nadal




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  • Österreichs Tennis-Ass steht im Halbfinale des Turniers in Rom.



Rom. (art) In Barcelona schien der Klassenunterschied klar zugunsten Rafael Nadals zu sein, im Madrid-Endspiel vor wenigen Tagen war es schon knapp, und im Viertelfinale von Rom reichte es schließlich für Dominic Thiem. Auch diese Bilanz binnen weniger Wochen spricht für die Fähigkeiten des Weltranglistensiebenten aus Niederösterreich. In Rom besiegte er Nadal mit 6:4, 6:3 und sicherte sich damit seine nächste Halbfinal-Teilnahme bei einem hochkarätigen Turnier (der Gegner am Samstag wurde nach Redaktionsschluss zwischen Novak Djoković und Juan Martin Del Potro ermittelt). Insgesamt war es sein zweiter Sieg gegen Nadal, diesmal allerdings war es ein besonderer: Denn seit die Tour wieder heuer auf Sand gewechselt ist, musste sich der ehemalige Weltranglistenerste aus Mallorca noch keinem Spieler geschlagen geben. Bei seinen 17 Siegen hintereinander hatte er bis dahin nur zwei Sätze abgegeben.

Thiem, der in Rom wieder von seinem etatmäßigen Betreuer Günter Bresnik begleitet wird, ging gegenüber den jüngsten beiden Duellen mit einer veränderten Taktik ins Spiel, brachte Nadal schon von Beginn an mit harten und präzisen Grundlinienschlägen in Bedrängnis und nahm ihm gleich seinen ersten Aufschlag ab. "Ich habe mir vorgenommen, ein bisschen anders zu spielen als zuletzt und viel mehr riskiert. Man muss aber auch sagen, dass mir heute sehr, sehr viel aufgegangen ist. Das kann nicht immer so gehen", sagte der Österreicher im Sky-Interview. Von da an lief es im ersten Satz nach Wunsch, Thiem blieb seiner Linie treu und schaffte noch ein zweites Break zum 4:1. Nadal kämpfte sich zwar noch einmal heran, zum 6:4 konnte Thiem dann aber ausservieren. Der zweite Durchgang verlief ausgeglichener, ehe Thiem sich mit einem Sensationspassierschlag mit der Rückhand bei 3:3 einen Breakball erarbeitete, den er dann auch verwertete. Auch in diesem Satz nahm er Nadal ein zweites Mal den Aufschlag ab - es war zugleich das Game zum Matchgewinn, den der Österreicher vergleichsweise unfrenetisch bejubelte. Schließlich dachte er schon in diesem Moment an die nächste Herausforderung: "Innerlich bin ich schon in Ekstase", sagte er auf eine entsprechende Frage der Kommentatorin. "Aber ich bin mitten im Turnier, insofern ist es noch ein bisschen zu früh für Luftsprünge. Morgen wartet schon wieder eine schwere Aufgabe für mich." Auch das spricht für den Fokus des 23-Jährigen.

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Dokument erstellt am 2017-05-19 18:33:08



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