• vom 19.06.2017, 16:10 Uhr

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Knapp vorbei ist doch ein Erfolg




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  • Bernd Wiesberger landete beim US Open auf dem 16. Platz - der Sieg ging an Brooks Koepka.

Bernd Wiesberger durfte sich über sein zweitbestes Major-Ergebnis freuen.

Bernd Wiesberger durfte sich über sein zweitbestes Major-Ergebnis freuen.© Michael Madrid/USA Today Sports Bernd Wiesberger durfte sich über sein zweitbestes Major-Ergebnis freuen.© Michael Madrid/USA Today Sports

Erin/Wisconsin. Viel hat nicht gefehlt, und Bernd Wiesberger hätte ausgerechnet beim traditionell schwierigsten Major-Turnier, bei dem er noch nie zuvor den Cut geschafft hatte, sein bestes Ergebnis bei einer Veranstaltung dieser Preisklasse erzielt. Der 31-jährige Burgenländer beendete die US Open in Erin am Sonntag auf dem geteilten 16. Platz. Mit 283 Schlägen blieb Wiesberger insgesamt fünf unter Par. Den Sieg, seinen ersten bei einem der vier größten Turniere, sicherte sich der US-Amerikaner Brooks Koepka.

Das bisher beste Major-Resultat seiner Karriere hatte Wiesberger 2014 beim PGA-Championship mit Rang 15 geholt. Eine Verbesserung war in Griffweite. Bei starkem Wind spielte er zum Abschluss auf dem Par-72-Kurs mit 73 Schlägen seine einzige Runde über Platzstandard. Er durfte sich aber mit 156.800 Dollar (140.400 Euro) Preisgeld trösten.

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Wiesberger war mit zwei Schlagverlusten auf den ersten vier Löchern in den Schlusstag gestartet. Mit Schlaggewinnen auf den Bahnen fünf und sieben kam er wieder auf gleich. Auf dem zehnten Loch gab es noch einmal ein Bogey. Am Ende fehlten Wiesberger elf Schläge auf den groß aufspielenden Koepka, aber nur zwei auf das bisher beste Ergebnis eines Österreichers bei einem Major - Platz zwölf von Markus Brier 2007 bei den British Open.

In der Weltrangliste liegt Wiesberger weiter auf Rang 30, im Race to Dubai, der Jahreswertung der European Tour, schob er sich auf Rang sechs nach vorne. Als einziger Europäer landete in Wisconsin Tommy Fleetwood vor ihm. Der Engländer, den Wiesberger im April bei seinem Turniersieg in Shenzhen im Stechen besiegt hatte, landete mit fünf Schlägen Rückstand auf Rang vier.

Koepka setzte sich nach einer unter Berücksichtigung der schwierigen Bedingungen hervorragenden 67er-Schlussrunde vier Schläge vor seinem Landsmann Brian Harman, der nach drei Umläufen noch geführt hatte, und dem japanischen Weltranglisten-Zweiten Hideki Matsuyama durch.

Unorthodoxer Weg
an die Spitze

Für den 27-Jährigen aus Florida war es der bisher größte Erfolg seiner Karriere. "Es fühlt sich großartig an, meinen Namen neben so vielen anderen großen Namen auf dieser Trophäe zu verewigen", sagte Koepka. Sein Weg dorthin war unorthodox. Nach dem College auf der Florida State University verdingte sich Koepka erst auf der zweitklassigen Challenge Tour in Europa. Auch in Japan sammelte er Erfahrung, ehe ihm mit seinem ersten PGA-Turniersieg 2015 in Phoenix auch in der Heimat der Durchbruch gelang. Mittlerweile ist der einstige Weltenbummler die Nummer zehn der Golf-Welt. Sein erster Major-Triumph machte ihn 2,16 Millionen Dollar reicher. Mit 16 Schlägen unter Par stellte der als Longhitter bekannte Koepka sogar den US-Open-Rekord für das niedrigste Gesamtergebnis von Rory McIlroy aus dem Jahr 2011 ein. Für McIlroy und eine Reihe weiterer großer Namen verlief die 117. Auflage des Klassikers dagegen alles andere als nach Wunsch. Der Nordire verpasste als 102. nach zwei Runden ebenso den Cut wie der Weltranglisten-Erste und Titelverteidiger Dustin Johnson, der 92. wurde.

Wiesberger dagegen war erstmals in seiner Karriere auch am Wochenende noch bei den US Open vertreten - und zeigte auch dort eine solide Vorstellung. Für den Österreicher ging es unmittelbar danach nach Europa, wo er ab Donnerstag bei den BMW International Open in München abschlägt.




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Dokument erstellt am 2017-06-19 16:14:08



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