• vom 10.07.2017, 16:51 Uhr

Mehr Sport

Update: 10.07.2017, 17:08 Uhr

Radsport

Ein Zweikampf, viele Stürze und Kritik bei der Tour




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Bernhard Eisel verteilt Autogramme.

    Bernhard Eisel verteilt Autogramme.© APA; Reuters, Benoit Tessier Bernhard Eisel verteilt Autogramme.© APA; Reuters, Benoit Tessier

    Chambery. Bernhard Eisel hat schon viel erlebt im Radsport, auch bei seiner zwölften Tour de France ist seine Wahl die Qual, drei Wochen durch Frankreich zu fahren. Doch einen Tag wie den Sonntag möchte der 36-jährige Edelhelfer aus dem Team Dimension Data nicht so bald wieder erleben. "Ich sage nicht, dass die Etappe zu verrückt oder gefährlich war. Aber es war definitiv eine, bei der einem das Radfahren eine Weile vergeht", schrieb der Österreicher auf Twitter.

    Denn das neunte Teilstück über 4800 Höhenmeter, drei Anstiege der höchsten Kategorie und tückische Abfahrten hatte es in sich - und abgesehen von einem zur Nebensache geratenen Sieg des Kolumbianers Rigoberto Urán vor allem schwere Stürze gebracht. Am schlimmsten erwischte es den Australier Richie Porte, der bei der Abfahrt vom Mont du Chat mit mehr als 70 Stundenkilometern von der Strecke abkam, sich überschlug und mit voller Wucht gegen eine Felsböschung krachte, eine Gehirnerschütterung, einen Becken- und Schlüsselbeinbruch erlitt und aus der Tour aussteigen musste. Der von ihm mitgerissene Ire Daniel Martin war in seiner Kritik an den Veranstaltern weniger zurückhaltend als Eisel: "Es war sehr rutschig, und ich denke, die Veranstalter haben bekommen, was sie wollten", sagte er.


    Im Kampf um den Gesamtsieg ist Fabio Aru damit der letzte ernsthafte Herausforderer von Favorit Chris Froome, der nach dem Ruhetag am Montag mit 18 Sekunden Vorsprung auf ihn in die nächsten beiden Flachetappen geht. Alberto Contador und Nairo Quintana haben schon viel Zeit verloren. Allerdings muss Froome auf dem Weg zu seinem vierten Gesamtsieg auf die Dienste seines Sky-Kollegen Geraint Thomas verzichten. Auch der Brite musste nach einem Sturz, bei dem er sich einen Schlüsselbeinbruch zuzog, aufgeben. Er wird nicht der letzte gewesen sein.




    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-07-10 16:57:03
    Letzte nderung am 2017-07-10 17:08:51



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Neymar fordert Ronaldo
    2. Heikle Mission
    3. "Reagieren wie Panzer"
    4. Vom Krankenbett aufs Siegerstockerl
    5. Proben für den Ernstfall
    Meistkommentiert
    1. "Frischfleisch" für die Trainer
    2. Werdenigg vier Stunden als Zeugin befragt
    3. "Reagieren wie Panzer"
    4. Von Köln nach Dortmund
    5. Losglück für Deutschland

    Werbung



    Werbung



    Werbung